[DIE CALVINISMUS-DEBATTE TEIL 4] Verblendet durch Tradition – Ein offener Brief an Dave Hunt (Dr. James R. White) / Vorbemerkungen (Siegfried Schad)

Bilderquelle: https://en.wikipedia.org/wiki/File:Dave_Hunt_(Christian_Apologist).jpg – zur Wiederverwendung und Veränderung  gekennzeichnet

Vorbemerkungen (Siegfried Schad)

Bewahre, es ist nicht die Absicht dieses Artikels an dem großen Denkmal des Apologeten Dave Hunt zu rütteln! … jedoch verdient, aus aktuellem Anlaß, die Kritik an seinem Buch „What Love is this?“ (ins Deutsche ist der Buchtitel aus meiner Sicht etwas unzulänglich übersetzt worden in: „Eine Frage der Liebe?“) eine neue Aufmerksamkeit, die durch eine Korrespondenz zwischen einem von mir sehr geschätzten Bruder der im Lehramt steht und mir, Fragen aufwerfen, denen es nachzugehen gilt: Beschreibt Dave Hunt in seinem Buch die calvinistische Lehre richtig und sind seine theologischen Argumente gegen diese stichhaltig?

Benedikt Peters äußerte 2003 die Hoffnung und den Wunsch (siehe Artikel DIE CALVINISMUS-DEBATTE TEIL 3), daß die Debatte über den Calvinismus, die in den USA sehr heftig entbrannt war, an uns (im Deutschsprachigen) vorüber gehen möge … nun, wir wissen, sie ist es nicht, und spätestens seit dem Erscheinen des Buches von Dave Hunt, auch hier in vollem Gange (siehe auch Dirk Noll´s Artikel CALVINISMUS-BASHING). Somit liegt es nahe, daß wir noch einmal (es gab 2013 bereits einen Artikel auf DER RUF) auf dieses Buch, das viele Gemüter bis heute in der einen oder anderen Weise erhitzt hatte, näher eingehen.

Wem meine Fragestellung „WELCHE THEOLOGIE IST DAS?“, abgeleitet von Dave Hunts Buchtitel „What Love is this?“ auf dem Beitragsbild überspitzt erscheint, dem möge gesagt sein, daß eben diese Frage von Dr. James R. White im nachfolgenden 45-seitigen, sehr lesenswerten offenen Breif an Dave Hunt, gestellt wurde und seine Antwort sehr eindeutig ausfällt. Dave Hunt´s Freunde (so viel möchte ich vorwegnehmen) hatten ihm abgeraten dieses Buch zu schreiben. Hätte er diesen Rat besser angenommen, denn der Theologe Dr. James White erteilt dem NICHT-Theologen Dave Hunt für seine schweren Unzulänglichkeiten in diesem komplexen Thema der Apologetik eine Lehrstunde über Exegese und legt mehrere grobe Fehler, wie verkehrte Zitate, fehlende Sprachkenntnisse des Griechischen und Hebräischen und leider auch Polemik offen.

Dieses Buch, das legt die nachfolgende Ausführung nahe, wäre besser nie geschrieben worden.

Dr. James Robert White ist der Direktor von Alpha und Omega Ministries, einer reformierten christlichen Apologetikorganisation mit Sitz in Phoenix, Arizona. Er ist der Autor von mehr als zwanzig Büchern.


Verblendet durch Tradition
Ein offener Brief an Dave Hunt
als Antwort auf seinen jüngsten Angriff auf die Reformation
durch sein Buch „What Love is This?
Calvinism’s Misrepresentation of God“ (Dr. James R. White)

(Quelle: Hans Werner Deppe https://www.betanien.de)

Bilderquelle: Dr. James White https://www.echozoe.com/archives/2426

Verblendet-durch-Tradition.-Ein-offener-Brief-an-...-Betanien-Verlag

PDF-link: https://der-ruf.info/wp-content/uploads/2019/07/Verblendet-durch-Tradition.-Ein-offener-Brief-an-…-Betanien-Verlag.pdf


Dave Hunt und die Erwählungslehre ( Hans-Werner Deppe)

[Auszug]

Dave Hunt lehrt, alle Menschen seien erwählt 
Der christliche Autor und Apologet Dave Hunt, der u.a. bekannt ist für seine Bekämpfung der Lehren der Reformation, behauptet in der Dezember-Ausgabe seines Rundbriefes „The Berean Call“, dass Gott alle Menschen zum Heil erwählt habe. Er beantwortet damit eine Leserfrage nach der Auslegung von 2. Thessalonicher 2,13, wo Paulus den Gläubigen zusichert, „dass Gott euch von Anfang an erwählt hat zur Errettung“. Um dem eindeutigen Sinn dieser Schriftstelle zu entgehen, behauptet Hunt: „Die klare Botschaft der Schrift von 1. Mose bis zur Offenbarung ist, dass die ganze Menschheit ‚ausgewählt ist zur Errettung’.“
Mit dieser Sonderansicht entfernt Hunt sich noch weiter von der Schrift als die herkömmlichen Gegner der souveränen Erwählung, die darunter verstehen, dass Gott lediglich vorausgesehen habe, welche Menschen sich bekehren werden (die Sichtweise des so genannten Arminianismus, Semi-Pelagianismus und Synergismus).

[Auszug Ende]

der komplette Artikel von Hans-Werner Deppe siehe HIER

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