Manche die sich Christen nennen, tun so, als ob Gott vor ihnen keine Geheimnisse mehr haben dürfte. (Johann Schoor) / Vorbemerkung (Siegfried Schad)

Vorbemerkung (Siegfried Schad)

Was ist Weisheit? Weisheit ist diese, die aus dem uns verbindenden Erlöser und Herrn Jesus durch seinen Heiligen Geist kommt … diese mahnenden Worte, gegen ein frommes Christentum, daß sich in Leistungen wieder finden möchte und durch eigene „Klugheit“ ergänzt wird im Folgenden frontal kritisiert.
 
Bruder Johann Schoor, der derzeit gesundheitliche Probleme durchleidet ist mir seit mehreren Jahren besonders lieb und mit seiner Verkündigung ans Herz gewachsen. Sein Wagnis die 4 Reiter der Apokalypse auszulegen … ist für mich ein hermeneutischer besonderer Genuss, da ich der festen Überzeugung bin, daß er in diesem Lebenswerk sehr, sehr viel Wahrheit in Abhängigkeit von unserem Heiland verkündigt hat (siehe bitte alle Artikel HIER
 
 
Manche die sich Christen nennen, tun so, als ob Gott vor ihnen keine Geheimnisse mehr haben dürfte. (Johann Schoor)
 
 
Manche die sich Christen nennen, tun so, als ob Gott vor ihnen keine Geheimnisse mehr haben dürfte. Sie denken, sie müssten alles wissen und es wäre ihnen auch alles gesagt, wenn sie die Bibel nur ausquetschten wie eine Zitrone, dann müssten sie doch schlussendlich alles wissen können. Aber so geht das nicht. Die Gläubigen früherer Zeiten waren nicht so, sie waren demütig und fragten Gott um Rat, um in den täglichen Lebensumständen Weisheit zu besitzen, darüber hinaus waren sie bescheiden in ihrer Beurteilung und folgten Jesus nach mit vielen guten Werken. Heute aber werden sie Christen durch Taufe und/oder Gemeindeaufnahme und sie stürzen sich auf die Theologie, um alles zu erfahren. Sie sind die eifrigsten Bibelausleger und die Aufdecker jeglicher Irrlehre, weil sie ja schon so viel Erkenntnis hätten.
 
Wird man älter aber, erkennt man dass dies alles nur ein Haschen nach Wind war, wie schon Salomon sagte, denn Gott gibt uns auch heute noch nur grad die Erkenntnis, die wir brauchen. Davon dass wir alles wissen und auf alles eine Antwort haben, sind wir weit entfernt. Unser Wissen ist Stückwerk und unsere Erkenntnis ist Stückwerk das müssen wir zur jeder Zeit anerkennen. Wenn wir ihm nachfolgen, können wir freilich vieles aus der Bibel lernen und sollten sie auch eifrig lesen, aber wir werden nicht erleben, dass Gott uns mehr Erkenntnis schenkt als anderen, damit wir die Gemeinde dadurch manipulieren könnten. Wenn wir schon diesen Wunsch verspüren, sollten wir daran denken, dass wir nur durch das Vorbild unserer guten Werke einen positiven Einfluss auf die Gemeinde ausüben können.
 
Nicht wieviel wir wissen, sondern wieviel Gutes wir tun an Glaubensgeschwistern und anderen Menschen, die uns Gott in den Weg führt, qualifiziert uns. Die ersten Christen legten Wert auf solche Art der Bewährung im einfachen Dienst und danach richtete sich ob jemand würdig war, ein öffentliches Amt wie Ältester oder Diakon zu bekleiden. Die Herde suchte stets ihre Hirten und fand sie auch.
 
Doch wenn heute jemand gläubig wird, dann sieht er vor allem dass jene, die auf der Kanzel stehen den größten Einfluss haben. Heute möchte man meinen, wer die beste Rhetorik hat, der wird auch gebeten, eine leitende Funktion zu bekleiden. Denn wir wollen gute Prediger die voll von Erkenntnis sind und die jedermann darlegen können, warum wir die bessere Gemeinde sind. Dabei spielt dann schnell eine Rolle, von welcher Schule jemand kommt und welchen Titel er vorweisen kann. Alles das hat zu der Zeit, als ich zur Bibelschule ging, noch keine Rolle gespielt. Im Laufe der letzten Jahrzehnte aber wurde es bedeutsam. Jede christliche Ausbildungsstätte bemüht sich tunlichst um Akkreditieren, davon scheint das Fortbestehen einer Einrichtung abhängig zu sein. Wir gingen zur Bibelschule, um die Bibel besser kennen zu lernen. Die meisten dachten eher daran, danach wieder in ihren Beruf zurück zu kehren. Heute geht man auf eine Bibelschule um einen geistlichen Beruf auszuüben.
 
Damit bauen wir heute aber nicht mehr auf den Geist, der die Gläubigen zur Liebe antreibt, sondern auf das Fleisch, auf die Schärfung des eigenen Intellektes, oder auf das erlernen kommunikativer Fähigkeiten, emotionalen Einfluss auszuüben. Jemand der Begeistern kann, jemand der gut reden kann, dem wollen wir, weil wir wissen, dass das in der Welt auch Erfolg bringt.
 
Bedenken wir, wovon wir gefallen sind und tun wir Buße, um die ersten Werke wieder hervorzubringen und diese waren die Liebe der Geschwister untereinander, das ist durch die Apostelgeschichte und tw. auch durch die Briefe fest bezeugt und verbürgt.

freie Übersetzung: „Der Unterschied zwischen Euch und mir ist, daß ihr das Wort gebraucht und bestimmen wollt was Liebe bedeutet, aber ich benutze die Liebe um zu bestimmen was das Wort aussagt.“

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