Jahreslosung 2022 und Ausblick auf das neue Jahr (Dirk Noll)

Liebe Glaubensgeschwister,

mit der Jahreslosung für 2022 wünsche ich euch ein gesegnetes neues Jahr. Möge es von einem tiefen Vertrauen in unseren Herrn Jesus Christus geprägt sein und dass wir geistlich mehr zu unserem Herrn hinwachsen, welcher der Anfänger und Vollender unseres Glaubens ist.

Die Jahreslosungen gibt es nun seit 92 Jahren und wurde zum ersten Mal von dem evangelischen Pfarrer Otto Riethmüller im Jahr 1930 herausgegeben – damals von einem bibelgläubigen Mann, der durch die Jahreslosung mit der Schrift auf das Naziregime geantwortet hat. Damals traten gläubige Männer Gottes dem Staat entgegen, der die Kirche für seine Ideologie instrumentalisieren wollte.

Heute ist es genau umgekehrt. Die evangelischen Kirchen wurden in den letzten Jahren vom Staat durch und durch instrumentalisiert und sind ihm in seiner antichristlichen Zivilreligion hörig geworden. Eine Stimme des Widerstands dagegen ist aus den Kirchen kaum noch zu hören. Und im vorauseilendem Gehorsam gegenüber der Staatsideologie haben die Kirchen für dieses Jahr 2022 die Jahreslosung an die Ideologie des Staates angepasst.

Der Losungstext für 2022 heißt im Original nach der Schlachter 2000: „Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen“ (Joh 6,37).

Anstatt der korrekten Übersetzung hinausstoßen, welche den griechischen Grundtext exakt wiedergibt, steht in dem Text der Jahreslosung mit an die Ideologie frisierter Anpassung abweisen. „Nicht abweisen“ ist der Ausdruck, der für Asyl suchende Menschen verwendet wird, deren Antrag auf Asyl genehmigt wird. Wenn man bedenkt, wie die Kirchen in den letzten Jahren den Coudenhove-Kalergi-Plan zum Bevölkerungsaustausch umgesetzt haben, kann man hier sehen, dass ein Bibelvers als Propaganda für diesen Plan angepasst und instrumentalisiert wird.

Im Original dagegen zeigt dieser Bibelvers die breite Reichweite des Evangeliums, wie Menschen zu Christus kommen, gerettet werden und bis zum Ende im Glauben bewahrt werden. In dieser Hinsicht ist dieser Bibelvers für uns Christen im neuen Jahr von großer Bedeutung. Wir können schon jetzt absehen, dass auf die Christen große Herausforderungen zukommen werden – einmal durch eine massive Verführung der Christenheit, durch den Glaubensabfall vieler, die sich Christen nennen und zunehmende Angriffe des Staates auf die Religionsfreiheit und den Glauben der Christen.

Hier ist es wichtig aus der Bibel zu erkennen, wie weit das Evangelium reicht. Die Wirkmacht des Evangeliums endete nicht an dem Punkt unserer Bekehrung und ersten Schritten im Glauben. Es reicht noch viel weiter. Das gleiche Evangelium, durch das wir unsere Wiedergeburt und Bekehrung erfahren haben, bewirkt, dass wir im Glauben bis zum Ende bewahrt werden. Viele Christen haben mir hier schon bezeugt, wie sehr sie doch befreit waren, als sie diesen Aspekt – ja, diese umfassende Reichweite des Evangeliums – in der Bibel verstanden haben. Die Gnade Gottes ist nicht nur eine rettende Gnade, die den Sünder zu Christus führt, sondern auch eine bewahrende Gnade. Davon zeugt das ganze Kapitel 6 im Johannes-Evangelium:

„Und das ist der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, dass ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern dass ich es auferwecke am letzten Tag“ (Joh 6,39).

Lassen wir die Worte Jesu in Johannes 6 in unser Herz dringen. Jesus spricht hier immer wieder von dem Glauben der Menschen, die zu Christus kommen. Dieser Glaube ist nicht ein Produkt der menschlichen Religiosität, die jeder Mensch in sich trägt, sondern ein Werk Gottes (V. 29). Die erste und hauptsächliche Ursache dafür, dass jemand zu Christus kommt und an ihn glaubt, hat ihren Ursprung nicht im Menschen, sondern liegt in Gott begründet: „Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen“ (V. 37). Deshalb, gibt es auch keine Sünde und keinen Fehler im Menschen, der so groß sein könnte, dass er dadurch von Christus und seinem Reich ausgeschlossen werden kann. Wer zu Christus im Glauben kommt – und sei er ein auch noch so großer Sünder – der wird nicht zurückgewiesen: „Und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen“ (V. 37). Und wer zu Christus kommt, hat ewiges Leben und wird am jüngsten Tag auferweckt (V. 40).

Es kommt auch niemand durch irgendwelche inneren religiösen Impulse zu Christus, die aus einem selbst kommen. Wenn es uns innerlich zu Jesus hinzieht, dann werden wir von Gott gezogen: „Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass ihn der Vater zieht“ (V. 44). Wer glaubt und zu Christus kommt, der ist „von Gott“ (V. 46). Wer an Christus glaubt, der bleibt in Christus und Christus bleibt in ihm (V. 56).

Lassen wir diese Worte aus Johannes 6 auf uns wirken. Sie sagen uns, dass wir im Hinblick auf das ewige Leben und unser Heil zuerst auf Gott schauen müssen und nicht auf uns selbst und unsere schwachen, manchmal jämmerlichen Kräfte. In uns sind wir schwach, aber in ihm sind wir stark. Der Bibel selbst zeigt uns, dass Gott hinter unserem Glauben steht und ihn bewirkt. So dürfen wir auch größter Zuversicht sein, dass diese Gnade Gottes und unser Glaube an Christus so weit reichen, dass wir nicht auf halbem Wege stehen bleiben, sondern im Glauben bis zum Ende beharren werden.

Ich habe mir überlegt, was man den Geschwistern als Wegweisung und Ermutigung zum neuen Jahr sagen könnte. Nachdem, was wir im vergangenen Jahr erlebt haben und was die Regierung für dieses Jahr angekündigt hat, könnte man im höchsten Maße entmutigt werden. Wir sind im Moment einer totalitären Willkürherrschaft ausgeliefert, die gegen jede Vernunft und Menschlichkeit ist. Dem kann man mit menschlichen Mitteln nicht mehr beikommen. Wir sind hier an jeglicher Grenze angelangt, was wir dagegen noch tun könnten. Aber Gott gehen niemals die Mittel und Möglichkeiten aus. So bleibt mir nur, alle Christen zu bitten und zu ermutigen, sich ganz im Vertrauen in die Hände des Herrn zu begeben. Er wird Mittel und Wege finden, auf denen wir als Christen auch im Jahr 2022 gehen können.

Ich habe gestern zwei sehr hilfreiche und ermutigende Predigten zum neuen Jahr gehört. Darin ist alles Wesentliche enthalten, was Christen für die Herausforderungen 2022 wissen müssen und um im Glauben auch dieses Jahr wieder bestehen zu können. Deshalb möchte ich euch herzlichst bitten, wenn ihr Gelegenheit habt, diese beiden Predigten unbedingt anzuschauen:

1. Predigt von Pastor Nestvogel über die Jahreslosung 2022 (vom 02.01.22):

Dieses Video ist DSGVO-konform eingebettet

BEGH-Gottesdienst 02.01.2021: Parole 22

YouTube-link: https://www.youtube.com/watch?v=A2aQ_ZG5VkI

2. Predigt von Pastor Jakob Tscharntke über die Jahreslosung 2022 (vom 02.01.22):

Das folgende Video setzt Cookies

Vertraut ganz auf den Herrn!

Odysee-link: https://odysee.com/@efkriedlingen:a/2022-01-02:f

Bleibt im Herrn behütet und bewahrt.

3. Januar 2022, Dirk Noll


Seit wir die Erfassung durch Suchmaschinen eingeschränkt haben, sind wir bei der Verbreitung unserer Inhalte immer noch besonders abhängig von der Verbreitung durch die Leserschaft. Daher bitten wir Sie ganz herzlich ihren newsletter von DER RUF an Freunde und Gemeindemitglieder weiter zu leiten, bzw. auf unsere Inhalte auch mündlich, oder in Foren hinzuweisen – vielen Dank im voraus! Eine Unterstützung dieser Arbeit kann HIER vorgenommen werden.

Kontakt: Bei theologischen Fragen, bitte folgende e-mail-Adresse nutzen:

Unser wichtigstes Zeitdokument: AUFRUF 2020 hier



weitere Medien von Dirk Noll:

INITIATIVE BIBELTREUE GEMEINDE

 

 

Dirk Noll Info – https://t.me/DN_aktuellesZeitgeschehen

 

facebook-Gruppe – https://www.facebook.com/groups/Christen.in.der.Endzeit