Was sind Judaisierer? (Dirk Noll)

Mir fällt gerade spontan ein, dass ich in meinen Beiträgen des Öfteren den Ausdruck „Judaisierer“ verwende.

Da wir in einer Zeit maximaler Irrungen und Wirrungen leben und so die Gefahr besteht, das man Dinge leicht FALSCH VERSTEHT, möchte ich hier kurz erklären, was „Judaisierer“ sind.

Bei „Judaisierern“ geht es um das GESETZ. Ich hatte gestern einen Artikel darüber geschrieben, wie Christen das Gesetz anwenden. Dabei hatte ich geschrieben, dass Christen unter „dem Gesetz“ die 10 Gebote verstehen und überlegen, welche Bedeutung diese für ihr Glaubensleben haben.

Bei Judaisierern geht es nicht um die 10 Gebote als Gesetz, sondern darum, dass sie DIE THORA (5. Bücher Mose) oder gar den Talmud (jüdische Auslegung der Thora) in ihrem Leben umsetzen wollen.

Und so erkennt man Judaisierer daran, dass sie anfangen:

  •  bestimmte Speisegebote aus der Thora einzuhalten
  •  bestimmte jüdische Feste aus der Thora zu feiern
  •  bestimmte Feiertage aus der Thora zu halten
  • oder plötzlich verschiedene hebräische Worte gebrauchen ohne dass sie überhaupt Hebräisch gelernt haben
  • sich an Rabbiner zu wenden, um von ihnen die Thora und ihre Auslegung zu lernen (mit einem solchen hatte ich einmal eine Diskussion, der sagte, dass er es sich sogar ganz bewusst zur Aufgabe gemacht hat, Christen in Thora und Talmud zu unterweisen, denn dies wäre der wahre Weg zum Heil).

In der Praxis sieht das dann so aus, dass z.B. ein „Glaubensbruder“ der sich zum Judaismus hingewendet hat, kein Schweinefleisch mehr gegessen hat und bestimmte jüdische Feiertage gehalten hat.

Von anderen habe ich gehört, dass sie auf einmal anfingen zur Zeit des Laubhüttenfestes in ihrem Garten Laubhütten zu bauen. Andere fingen plötzlich an, vermehrt hebräische Worte in ihren Wortschatz einzubauen und redeten nicht mehr von Jesus, sondern nun von Jeshua.

Wenn es sich hier um Judenchristen handelt ist das ja noch nachvollziehbar, weil sie aus dieser jüdischen Tradition kommen und diese als Christen noch weiter pflegen. Wenn aber Heidenchristen mit diesen Dingen anfangen, dann ist in ihrem Glauben etwas vollkommen falsch gepolt.

Wo führt das am Ende hin?

Es führt am Ende zu einem anderen Evangelium weg von der Gnade in Jesus Christus.

In vielen Fällen führt der Weg in den Judaismus dann dazu, dass Leute nicht mehr glauben, dass Jesus Gott ist. In sämtlichen Büchern, judaistischen Bibelübersetzungen oder Internet-Seiten und -Gruppen steht ein Angriff auf die Gottheit Jesu im Mittelpunkt des Judaismus.

Darüber hinaus geht ein Verständnis für die rettende Gnade in Christus, sowie sämtliche Lehren und Fundamente des christlichen Glaubens verloren.

Der Judaismus unter „Christen“ ist heute eine der am meisten verbreiteten Irrlehren in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen. Deshalb muss davor gewarnt werden. Wer einmal in die Judaismus-Falle geraten ist, wird oft so sehr von einem falschen Geist festgehalten, dass er selbst mit den besten und saubersten biblischen Argumenten da nicht mehr rauszuholen ist.

28.09.2021, Dirk Noll


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