Pfingstbewegung und Charismatik – Ein Spiel mit dem Feuer (Dirk Noll)

Pfingstbewegung und Charismatik – Ein Spiel mit dem Feuer

In diesem Artikel geht es um den Geist, der in der Pfingstbewegung wirkt. Es soll hier nicht pauschal über Christen geurteilt werden, die sich in der Charismatik befinden, inwieweit diese Christen sind oder nicht. Aber es geht hier um eine sehr ernste Warnung, welchem Geist sie sich in dieser Bewegung aussetzen.

An dem Beispiel des Begründers und Vaters der Pfingstbewegung, Jonathan Paul, wird nämlich deutlich, dass der Umgang mit dem sog. Zungen- und Pfingstgeist ein Spiel mit dem Feuer ist. Das Ende und der Tod von Jonathan Paul zeigen, dass man durch einen „Geist von unten“ dabei so massiv verführt und getäuscht werden kann, dass einem die Tore des Himmels verschlossen werden.

  1. Zum Hintergrund

Aus dem CLV-Verlag gibt es ein Buch mit dem gleichnamigen Titel „Spiel mit dem Feuer“ von Wolfgang Bühne. Unter folgendem Link kann dieses Buch kostenlos als PDF heruntergeladen werden:

https://clv.de/Sonstiges/Archiv/Spiel-mit-dem-Feuer.html

Auf Seite 47 des Buches wird der Tod von Jonathan Paul beschrieben mit einem Zitat aus der Biographie seines Schwiegersohnes Heinrich Vietheer: Unter der guten Hand Gottes, Selbstverlag Hamburg 1965.

Darin Berichtet er über den Tod und das Ende von Jonathan Paul folgendes:

„Ehe Pastor Paul heimging, berief er uns und alle die Missionsgeschwister, die gerade in meinem Missionshaus anwesend waren, zusammen, und sagte uns: >>Ich war am Bahnhof der Ewigkeit und die Tür war mir verschlossen und es wurde mir gesagt: Du hast von dem Gift der alten Schlange getrunken<<. Zu einem Mitarbeiter Vietheers habe Paul gesagt: >>Ich habe die Schlange geküsst<<„.

Dieses Video wurde DSGVO-konform eingebettet:

2. Die Vorgeschichte, warum Jonathan Paul nicht in den Himmel eingehen konnte

Jonathan Paul war Mitglied der Leitung der Evangelischen Allianz und wurde 22 Jahre vor seinem Tod von geistlichen Leitern der Allianz und des Gnadauer Verbandes mehrfach ermahnt und letztendlich mit der Berliner Erklärung (1909) ausgeschlossen und dem Herrn übergeben.

Die Berliner Erklärung im vollen Wortlaut hier:

http://www.glaubensstimme.de/doku.php?id=autoren:z:zungenbewegung:zb-berliner_erklaerung

Darin stellten die geistlichen Leiter der damaligen Gemeinde Jesu fest, dass der Geist in der Pfingstbewegung „von unten“ ist und dass sie „viele Erscheinungen mit dem Spiritismus gemein“ hat und dass in ihr „Dämonen wirken“ (unter Artikel 1b).

Noch einmal, es geht hier nicht darum, Menschen, die sich in dieser Bewegung aufhalten, pauschal zu verurteilen, aber es geht um eine sehr ernsthafte Warnung, welchem Geist sie sich aussetzen. Wenn 60 geistliche Leiter der damaligen Zeit nach 2-jähriger Prüfung der Dinge zu dem Schluss gekommen sind, dass es sich hier um einen dämonischen, spiritistischen Geist handelt, dann sollte jeder die Ernsthaftigkeit dieser Warnung erkennen.

Umso mehr erschreckt es mich immer wieder, wenn Leute aus dieser Bewegung sagen, dass dort doch Geistesgaben von Gott praktiziert werden und es völlig ausschließen, dass es sich dabei um Kopien und Fälschungen des Teufels handeln könnte, zumal die Bibel ja ausdrücklich davor warnt, dass Verführungen kommen werden und der Teufel als Engel des Lichtes erscheint und Gottes Gaben nachahmt. Es ist also völlig naiv zu glauben, dass jede Geistwirkung automatisch von Gott sein soll, ohne dass man hier prüfen müsste. Eine solche Naivität ist hochgradig gefährlich und man steht dabei schon mit einem Bein vor der verschlossenen Tür der Ewigkeit, wie Jonathan Paul.

3. Die Ernsthaftigkeit eines Ausschlusses aus der Gemeinschaft der Gläubigen

Unter Artikel 5 schreiben die 60 geistlichen Leiter und Unterzeichner der Berliner Erklärung, dass sie Jonathan Paul aufgrund seiner Irrlehren nicht mehr anerkennen können, schließen ihn aus der Gemeinschaft der Gläubigen aus und befehlen ihn dem Herrn an.

An dieser Stelle wurde das christliche Bußzucht-Verfahren mit Ausschluss aus der Gemeinschaft der Gläubigen an Jonathan Paul durchgeführt, wie es in Matthäus 18,15ff. beschrieben wird. Dabei heißt es in Vers 18: „Was ihr auf Erden lösen werdet, das wird im Himmel gelöst sein“. Wenn ein Ausschluss einer Person aus der Gemeinschaft der Gläubigen also rechtmäßig und wahrheitsgemäß durchgeführt wird und die Person bis zu ihrem Tod keine Buße tut, dann wird sie auch vom Himmel ausgeschlossen sein.

Das ist eines der ernsthaftesten Worte im Neuen Testament, und von daher sollte jeder prüfen, um welchen Geist es sich in der Pfingstbewegung handelt.

Jonathan Paul ließ sich von den geistlichen Leitern seiner Zeit nichts sagen. Im Gegenteil, anstatt den Geist hinter dieser Bewegung zu prüfen und zu hinterfragen, gründete er die Pfingstkirche und es kam zur Trennung von der damaligen Ev. Allianz und dem Gnadauer Verband.

Welche Auswirkungen dies für Jonathan Paul persönlich hatte, sieht man an seinem Tod und Ende. Nach seinen eigenen Worten auf dem Sterbebett bleiben ihm die Tore zum Himmel verschlossen, weil er vom Gift der alten Schlange (dem Pfingstgeist) getrunken hatte.

4. Schlussfolgerung

Wenn jemand meint, über diese Dinge diskutieren zu wollen, der hat die Ernsthaftigkeit dieser Dinge nicht verstanden. Weil die Fakten stehen: Der Vater der Pfingstbewegung wurde rechtmäßig wegen Irrlehre aus der Gemeinschaft der Gläubigen ausgeschlossen und musste am Ende seines Lebens erkennen, dass er verführt wurde und die Tore der Ewigkeit für ihn verschlossen waren. Was will man über diese Dinge auch diskutieren.

Demnach kann es also nur darum gehen, dass man erst einmal zur Kenntnis nehmen muss, vor allem auch von der Bibel, dass nicht alle Geistwirkungen von Gott kommen. Es gibt auch christlich aussehende Geistwirkungen, die aber von unten sind und dem Spiritismus entsprechen.

Von daher ist es notwendig zu prüfen, wenn unter Christen Geistwirkungen auftreten, ob diese von Gott sind oder nicht.

Die geistlichen Leiter zur Zeit der Pfingstbewegung kamen hier zu dem Schluss:

„Die sogen. Pfingstbewegung ist nicht von oben, sondern von unten; sie hat viele Erscheinungen mit dem Spiritismus gemein. Es wirken in ihr Dämonen, welche, vom Satan mit List geleitet, Lüge und Wahrheit vermengen, um die Kinder Gottes zu verführen. In vielen Fällen haben sich die sogen. „Geistbegabten“ nachträglich als besessen erwiesen“ (Berliner Erklärung, Artikel 1b).

Weitere Beiträge auf DER RUF:

Über die Entstehung der Pfingstbewegung aus der Heilungs- und Heiligungsbewegung:
https://der-ruf.info/2019/02/07/der-richtige-umgang-mit-suende-und-krankheit/

Über die Geistesgaben:
https://der-ruf.info/2016/08/25/wunder-apostel-zeichen-pfingstbewegung-dirk-noll/

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Link zu Jonathan Paul auf Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Jonathan_Paul

Link zu Heinrich Vietheer auf Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Vietheer

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