Jesus wird in der Bibel als Gott angebetet – Schriftbeweise, die allen Zweifeln standhalten (Dirk Noll)

Jesus wird in der Bibel als Gott angebetet – Schriftbeweise, die allen Zweifeln standhalten

Verschiedene Sekten (wie z.B. die Zeugen Jehovas oder in neuerer Zeit Judaisierer) greifen immer wieder Christen an, indem sie behaupten, dass Jesus Christus nicht Gott wäre und nicht angebetet werden dürfte. Doch ist dem wirklich so?

Um dies zu überprüfen, gibt es nur eine gültige Quelle, die hier der Maßstab ist, um diese Frage zu klären: Es ist die Heilige Schrift. Wir wollen uns im Folgenden nun anschauen, was die Bibel genau dazu sagt.

  1. Christen rufen den Namen Jesus an

Das Neue Testament enthält zahlreiche Briefe, von denen die meisten der Apostel Paulus geschrieben hat. Betrachten wir nun, an wen er diese Briefe schreibt:

„Paulus, berufener Apostel Jesu Christi … an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, an die Geheiligten in Christus Jesus, an die berufenen Heiligen, samt allen, die den Namen unseres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, sowohl bei ihnen als auch bei uns“ (1.Kor 1,1ff.).

Paulus schreibt hier an die Gemeinde in Korinth, aber nicht nur an sie, sondern an alle Christen: „an die geheiligten in Christus … an jedem Ort“.

Halten wir hier fest: Alle Christen zu allen Zeiten an jedem Ort rufen den Namen des Herrn Jesus Christus an!

Deshalb möchte ich an dieser Stelle an jeden Aufrichtigen unter den Zeugen Jehovas, Judaisierern oder anderen Sekten die Frage stellen: Rufst du den Namen des Herrn Jesus Christus an?

Wenn du den Namen des Herrn Jesus nicht anrufst, dann fehlt dir ein wesentliches Kennzeichen, das alle Christen zu allen Zeiten tragen.

  1. Jesus wird in der Bibel als Gott angebetet

Wir kommen nun zu einer Reihe von Bibelstellen (alle aus der Schlachter 2000, weil dies die genaueste und zuverlässigste deutsche Bibelübersetzung ist), welche zeigen, dass Jesus Christus als Gott angebetet wird.

a) Wir beginnen mit Matthäus 2,11. Hier geht es um die Weisen aus dem Morgenland, die bei dem König Herodes erfragen, wo Jesus, der König der Juden, geboren wurde. Darauf gehen sie nach Bethlehem und finden das Kind Jesus in einem Stall. Dann heißt es in der Schrift:

Da fielen sie nieder und BETETEN (griech. proskyneo) es an; und sie öffneten ihre Schatzkästchen und brachten ihm Gaben: Gold, Weihrauch und Myrrhe“.

Halten wir auch hier wieder fest: Die Bibel bezeugt wörtlich, dass das Kind Jesus angebetet wurde.

b) Die nächste Stelle, in der Jesus angebetet wird, ist bei der Heilung des BIindgeborenen in Johannes 9. Nachdem dieser von Jesus geheilt wurde, sagte ihm Jesus, dass er der Sohn Gottes ist und fragte ihn, ob er daran glaube. Darauf antwortete der Blindgeborene:

„Er aber sprach: Ich glaube, Herr! und fiel ANBETEND (griech. proskyneo) vor ihm nieder“ (Joh 9,38).

Auch hier bezeugt die Schrift, dass Jesus angebetet wird. Aber nicht nur das, der Akt der Anbetung ist Verbunden mit dem Niederfallen vor Jesus. Wie die Weisen aus dem Morgenland, so fiel auch der Blindgeborene vor Jesus nieder und betete ihn an.

An dieser Stelle eine Zwischenfrage: Darf man vor einem Geschöpf niederfallen und es anbeten? Nein. Diese Ehrerweisung darf nur Gott dargebracht werden, was wir im weiteren Verlauf des Artikels noch zeigen werden.

c) Wir kommen zur nächsten Bibelstelle. Bei der Himmelfahrt Jesu warfen sich die Jünger auf die Erde und beteten Jesus an, als sie sahen wie er in den Himmel auffuhr:

Er „wurde aufgehoben in den Himmel. Und sie warfen sich ANBETEND (griech. proskyneo) vor ihm nieder und kehrten nach Jerusalem zurück mit großer Freude“ (Lk 24,52).

Und auch hier wieder genau die gleiche Formulierung: Sie warfen sich anbetend vor Jesus nieder.

d) Und noch eine weitere Bibelstelle. Wenn Jesus wieder in diese Welt kommen wird als verherrlichter Christus, dann werden ihn alle Engel Gottes anbeten:

„Und wenn er den Erstgeborenen wiederum in die Welt einführt, spricht er: »Und alle Engel Gottes sollen ihn ANBETEN (griech. proskyneo)!«“ (Hebr 1,6).

Und hier wird Jesu nicht nur von Menschen angebetet, sondern sogar von allen Engeln.

  1. Der Akt des Niederwerfens und Anbetens steht nur Gott zu

Wir gehen nun in die Versuchungsgeschichte Jesu in der Wüste in Matthäus 4, wo nun die Klarheit der Schrift zur vollen Geltung kommt. Hier sieht man über jeden Zweifel erhaben, dass ein Akt des Niederwerfens und Anbetens allein Gott zusteht.

Da der Teufel sich nun an die Stelle Gottes setzen möchte, beansprucht der Teufel, dass er angebetet werden soll. Der Teufel führt Jesus nun auf einen hohen Berg und zeigt ihm die Reiche der Welt und spricht dann:

„Dieses alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest (griech. proskyneo)!“ (Mt 4,9).

Die Ehre die nur Gott zusteht, beansprucht der Teufel nun in der Versuchung für sich selbst. Er will Gott die Ehre rauben und an der Stelle Gottes als Gott verehrt werden. Hören wir nun, welche Antwort er von Jesus darauf bekommt:

„Denn es steht geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten (griech. proskyneo)“ (Mt 4,10).

Jesus stellt hier unmissverständlich klar: Allein Gott darf angebetet werden. Ein Geschöpf, selbst dem höchsten aller geschaffenen Wesen, dem Engel Luzifer, steht eine Anbetung nicht zu.

Daraus kann es nun nur eine zulässige Schlussfolgerung geben, wenn einem Geschöpf, sei es Mensch oder Engel, es nicht zusteht, dass man vor ihm niederfällt und es anbetet, sondern allein Gott, dann ist Jesus kein Geschöpf, sondern Gott!

  1. Antwort auf den Einspruch der Zeugen Jehovas

Die Zeugen Jehovas versuchen nun an dieser Stelle die Bibel zu fälschen und zu verdrehen, indem sie behaupten, dass das Wort für „anbeten“ gar nicht anbeten bedeutet, sondern nur „huldigen“, wie man vor einem König huldigt. Deshalb bedarf es hier einer Aufklärung dieser falschen Behauptung und Bibelverdrehung.

a) Der Kontext (Zusammenhang). Was nun ganz typisch für Sekten ist, dass sie Bibeltexte nicht im Zusammenhang lesen. Nehmen wir hier die Versuchungsgeschichte Jesu im Kontext. Der Text ist so eindeutig und klar, dass man es im Prinzip gar nicht weiter erklären muss, dass es hier nicht darum geht, dass Jesus vor dem Satan wie vor einem König huldigt, sondern ihn als Gott anbetet.

Wenn Jesus hier mit Berufung auf das Alte Testament (5.Mose 6,13; 2.Mose 20,1-5) sagt: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen“, dann geht es darum, Gott als Gott anzubeten und ihm zu dienen. In den 10 Geboten heißt es nämlich über die anderen, falschen Götter: „Bete sie nicht an und diene ihnen nicht“ (2.Mose 20,5).

Wenn es also darum geht, jemanden anzubeten und ihm zu dienen, dann kann es nur darum gehen, dass jemand als Gott angebetet wird. Wenn Jesus also angebetet wird und man ihm dient, dann gibt es auch hier nur eine korrekte Schlussfolgerung: Jesus ist Gott.

b) Falls diese offensichtliche Sache immer noch nicht klar sein sollte, dass es bei dem Wort „anbeten“ tatsächlich um die Anbetung einer Person als Gott geht und nicht um die Huldigung gegenüber einem König, setze ich hier noch einen oben drauf.

Dazu habe ich das griechische Wort für „anbeten“ oben schon in den Text eingeführt. Es lautet proskyneo. An dem Text aus Johannes 4, der Frau am Jakobsbrunnen, sehen wir nun aus der Bibel, dass es sich hier tatsächlich um die Anbetung Gottes handelt und nicht um die Huldigung gegenüber einem König:

„Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist! Unsere Väter haben auf diesem Berg angebetet (griech. proskyneo), und ihr sagt, in Jerusalem sei der Ort, wo man anbeten (griech. proskyneo) soll. Jesus spricht zu ihr: Frau, glaube mir, es kommt die Stunde, wo ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten (griech. proskyneo) werdet. Ihr betet an (griech. proskyneo), was ihr nicht kennt; wir beten an (griech. proskyneo), was wir kennen, denn das Heil kommt aus den Juden. Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter (griech. proskyneo) den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten (griech. proskyneo) werden; denn der Vater sucht solche Anbeter (griech. proskyneo). Gott ist Geist, und die ihn anbeten (griech. proskyneo), müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten (griech. proskyneo)“ (Joh 4,19-24).

Und auch hier wieder mein Appell an die Aufrichtigen unter den Zeugen Jehovas und den Judaisierern, die sich wirklich an die Bibel halten wollen: Urteilt nun, ob es hier in diesem Text um die Anbetung Gottes geht oder die Huldigung gegenüber einem König.

Es ist also eindeutig und wie in der Überschrift des Artikels angekündigt, ist es über jeden Zweifel erhaben, dass in der Bibel Jesus als Gott angebetet wird. Sollte man dies an diesen eindeutigen Texten der Schrift nicht erkennen, dann kann man auch glauben, dass 2+2 = 5 ist.

  1. Jesus als Gott anrufen, um gerettet zu werden

Zum Schluss wird die Sache nun sehr ernst. Es geht hier nicht nur um eine Erkenntnisfrage, sondern um eine Frage, an dem das Heil des Menschen hängt. Denn die Bibel sagt nun, dass sich an dieser Frage Himmel und Hölle entscheiden: Rufe ich den Namen Jesus Christus an, damit ich errettet werde?

Dies ist auch der eigentliche Grund, warum ich mir so viel Mühe gebe, um diese Dinge aus der Bibel herauszustellen, damit Menschen nicht verloren gehen, sondern in Jesus Christus ihren Herrn und Retter finden.

Wir haben am Anfang des Artikels gesehen, dass ein unverwechselbares Kennzeichen eines Christen ist, dass er den Namen Jesus anruft und zwar an jedem Ort. Doch die Schrift geht hier noch weiter:

Man muss den Namen Jesus anrufen, um gerettet zu werden!

Das sagt die Schrift in Römer 10,13: „Denn: »Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden«.

Was für jeden Christen selbstverständlich ist, nämlich, dass man den Kontext (Zusammenhang) zu beachten hat, muss ich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich betonen, weil Menschen mit einem Hintergrund bei Sekten, dies gewöhnlich nicht tun und Bibelverse oft aus dem Zusammenhang herausreißen.

Der Zusammenhang (Kontext) von Römer 10,13.

Dieser Vers ist ein Zitat aus dem AT bei Joel 3,5 und zwar wortwörtlich. Dort heißt es, wer den Namen „Jahwes“ anruft wird gerettet. Es geht also darum, dass der Name Gottes zum Heil angerufen wird. Und nun wird diese Stelle in Römer 10 auf Jesus Christus angewendet, sofern man den Kontext beachtet.

Das bedeutet nun, dass Jesus mit Jahwe des Alten Testaments auf einer Stufe steht und Gott ist und dass sein Name angerufen werden muss, um gerettet zu werden.

Der Kontext: Im Zusammenhang geht es um Jesus Christus. Lesen wir Vers 9, dann heißt es, dass man Jesus mit dem Mund bekennen soll und an ihn glauben soll. Und in diesem fließenden Zusammenhang heißt es dann, nachdem er in Vers 12 als „Herr“ bezeichnet wird, dass man ihn, den Herrn, Jesus Christus auch anrufen muss: „Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden“ (Vers 13).

Und liest man dann ab Vers 14 weiter, wird es ganz eindeutig, wer der Herr ist, den man anrufen soll: Jesus Christus. Es geht ab Vers 14 um die Verkündigung des Evangeliums und die Person Jesus und den Glauben an ihn:

„Wie sollen sie aber den anrufen (im Kontext Jesus), an den sie nicht geglaubt haben? Wie sollen sie aber an den glauben (im Kontext Jesus), von dem sie nichts gehört haben? Wie sollen sie aber hören ohne einen Verkündiger? etc – es geht also um die Verkündigung des Evangeliums, bei der man Jesus als Herrn und Gott anruft und an ihn glaubt“.

Halten wir noch einmal fest: In Römer 10 wird Jesus mit Jahwe des Alten Testaments als Gott auf eine Stufe gestellt und sein Name, der Name Jesus, muss angerufen werden, damit man errettet wird.

Das heißt im Umkehrschluss, die Menschen die Jesus nicht als Gott erkennen, seinen Namen nicht anrufen und ihn nicht als Herrn und Retter annehmen, sind noch nicht errettet und sind auch keine Christen im Sinne der Bibel!

  1. Das persönliche Zeugnis der Christen

Ich möchte an dieser Stelle weitergeben, wie das, was ich bisher geschrieben habe, in meinem Leben Wirklichkeit geworden ist und wie ich den Namen Jesus angerufen habe.

Ich hatte im Jahr 1991 das gesamte Neue Testament durchgelesen, wodurch mir Stück für Stück klar wurde, wer Jesus Christus wirklich ist und was das Evangelium ist. Doch allein das Wissen reicht hier nicht aus, man muss das Evangelium und Jesus Christus persönlich annehmen und zwar im Glauben.

Dieser Schritt fehlte mir noch.

Und dies hatte ich dann endgültig verstanden, als ich mit dem Neuen Testament durch war und die letzten Verse der Bibel gelesen hatte. Dort heißt es:

„Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald! Amen. — Ja, komm, Herr Jesus!“ (Offb 22,20).

Und an dieser Stelle hatte ich konkret den Namen Jesus, wie das auch alle Christen tun, angerufen. Ich habe einfach die letzten Worte der Bibel nachgesprochen und gesagt: Ja, komm, Herr Jesus. Herr Jesus komme auch in mein Leben und vergib mir meine Sünden. Ich will dich nun als Herrn und Retter annehmen.

So hatte ich wortwörtlich damals gesprochen. Auf diese Weise habe ich den Namen des Herrn Jesus angerufen. Und die augenblickliche Wirkung war, dass ich Heilsgewissheit bekam, das Zeugnis des Heiligen Geistes, der sofort in mir das Werk der Heiligung begonnen hat. Sofort ging ich zu anderen Menschen und erzählte ihnen, dass ich Christ geworden bin, und ich hatte die völlige und bewusste Klarheit, dass ich die Seiten gewechselt hatte und von der Finsternis zum Licht gekommen war.

Gleiches können auch alle echten Christen bezeugen, die den Namen des Herrn Jesus angerufen haben und wiedergeboren wurden.

Deshalb möchte ich nun zum dritten und letzten Mal alle Aufrichtigen unter den Judaisierern nach einer gründlichen biblischen Prüfung der Dinge dazu auffordern, ebenfalls den Namen des Herrn Jesus Christus anzurufen und sich erretten zu lassen und so in die große Schar der Christen einzutreten, die sich einmal in alle Ewigkeit im Himmel am Herrn Jesus Christus erfreuen werden!

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