[Audio] Artikel + Predigt: Darf Gott noch Gott sein? (Dirk Noll)

Darf Gott noch Gott sein?
Oder ist er nur ein Erfüllungsgehilfe für die Bedürfnisse des „frommen Christen“?

Dies ist eine der wesentlichen Fragen, die man sich als Christ stellen muss, wenn man sich die Entwicklung im Christentum der letzten Jahre anschaut.

Darf in unserem christlichen Glauben Gott wirklich noch Gott sein?

Gott als Schöpfer des ganzen Universums, des Menschen und aller Dinge im Himmel und auf der Erde ist der souveräne Herr und Regent über alle seine Werke. In dem Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg in Matthäus 20 sagt Gott über sich selbst in seinem Wort:

„Oder habe ich nicht Macht, mit dem Meinen zu tun, was ich will?“ (Vers 15)

Gestehen wir Christen heute das Gott noch zu? Erlauben wir Gott wirklich, dass er mit dem, was er geschaffen hat, tun kann, WAS ICH WILL? Lassen wir Gott noch Gott sein?

Wie sieht es aus, wenn wir mit der Souveränität Gottes konfrontiert werden und wir in der Bibel lesen, dass Gott von Grundlegung der Welt an seinen Ratschluss mit dieser Welt geschlossen hat und auch seinen Plan für unser Leben festgelegt hat? Wie reagieren wir, wenn er diesen Plan dann auch in unserem Leben umsetzt?

Sind wir damit zufrieden, wie Gott bisher in unserem Leben gewirkt hat und was er in unserem Leben zugelassen hat? Wie sieht es aus, wenn wir sozial schlecht gestellt und arm sind, wenn wir krank sind oder weniger Fähigkeiten besitzen als andere Menschen oder uns schwere Schicksalsschläge treffen? Lassen wir dann Gott immer noch Gott sein und sagen: Das ist alles nach dem Willen meines lieben Vaters im Himmel geschehen, der dafür sorgt, dass alle Dinge zu meinem Besten dienen, der aber auch gleichzeitig Gott und somit der souveräne Herr über alle Dinge ist?

Wer unter dem Einfluss des modernen Christentums lebt, wird hier gegen Gott rebellieren und nicht mehr wünschen, dass Gott der souveräne Herr ist. Denn er hat ein ganz anderes Bild von Gott. In seinem Verständnis des Christentums steht der „fromme Christ“ im Mittelpunkt und seine Bedürfnisse.

Der moderne Christ fragt sich: Gelingt mein Leben? Wie kann ich gesund sein und zu Ansehen und Wohlstand kommen? Wie gelingt mein Beruf, meine Ehe und Familie und wie bekomme ich gute Beziehungen und Freunde? Wie kann ich an meinen Charakterschwächen arbeiten? Wie komme ich wieder auf die Beine, wenn es mir seelisch schlecht geht?

Sehen wir hier das Problem?

Das sind zwar alles wichtige Dinge, die auch für mich und mein Leben relevant sind – aber…

hier dreht sich alles um DEN MENSCHEN, und es wird nicht die Frage gestellt, wie man auch die scheinbar schlechten Dinge aus der Hand Gottes annehmen kann und wie diese mir, auch wenn ich es jetzt noch nicht verstehe, am Ende zum Besten dienen werden und Gott dies zu meinem Glaubenswachstum und für meine Heiligung gebraucht.

Weil im modernen Christentum also eine Verschiebung stattgefunden hat, von einem Glauben, wo einst Gott im Mittelpunkt stand und jetzt die Bedürfnisse des „frommen Christen“ im Mittelpunkt stehen…

möchte ich an dieser Stelle eine Predigt von mir veröffentlichen über DIE SOUVERÄNITÄT GOTTES, womit wir uns wieder ganz neu die Frage stellen: Lasse ich Gott wirklich noch Gott sein und erkenne ich ihn als souveränen Herrn und Regenten über alle Dinge an?

Predigt: Die Souveränität Gottes (Dirk Noll):

Mit der Souveränität Gottes stellt sich automatisch zugleich eine zweite Frage. Wenn Gott seinen souveränen Ratschluss gefasst hat und einen Plan für mein Leben hat, in welcher Weise kann dann der Mensch sich durch sein verantwortliches Handeln darin einbringen?

Es geht also um den Zusammenhang: Souveränität Gottes und Verantwortung des Menschen.

Das Umsetzen des göttlichen Ratschlusses in dieser Welt und Zeit unter Berücksichtigung, dass der Mensch darin vor Gott verantwortlich handelt, nennt man die VORSEHUNG GOTTES.

Damit man beides ausgewogen im Zusammenhang betrachten kann: die Souveränität Gottes und die Verantwortung des Menschen, stelle ich an dieser Stelle noch eine Predigt über die Vorsehung Gottes ein und wünschen allen Lesern Gottes Segen dabei.

Predigt: Die Vorsehung Gottes (Dirk Noll):

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