Der Unterschied zwischen RELIGION LEBEN und das EVANGELIUM LEBEN (Dirk Noll)

Der Unterschied zwischen RELIGION LEBEN und das EVANGELIUM LEBEN

Den meisten Christen, die sich auf den Weg des christlichen Glaubens begeben haben, ist klar, dass dies eine Veränderung ihrer Person und ihres Lebens bedeutet. Doch wodurch soll diese Veränderung bei uns herbeigeführt werden? Durch Religion oder das Evangelium?

Beim Ausleben von Religion hat man eigene Vorstellungen, Wünsche und Ziele in welcher Weise, wie und wann man verändert wird. Da ist z.B. jemand, der möchte in besonderer Weise die Nähe Gottes spüren und deshalb zuvor irgendwelche sündhaften Angewohnheiten, beständige sündige Handlungsweisen oder gar Süchte loswerden (und das möglichst schnell) und deshalb fragt er sich: Wie komme ICH dahin, dass ICH diese Dinge ablege oder mich verändere? (und dabei setzt man sich ein Ziel, durch welche Methode und bis zu welchem bestimmten Zeitpunkt die Veränderung vollzogen sein soll).

Die Art und Weise, wie diese Frage gestellt wird zeigt schon, dass es sich hierbei um (christliche) Religion handelt und man auf eine religiöse Weise eine Veränderung herbeiführen möchte.

Wie spricht dagegen das Evangelium? Wenn man Evangelium lebt, dann stellt man diese Frage genau anders herum: Wie bringt GOTT mich dahin, dass ich verändert werde nach dem Bild Jesu?

Wie geht das nun praktisch? Soll ich einfach untätig sein und warten, bis Gott etwas tut? Nein, auf keinen Fall. Da der Mensch als ein Wesen geschaffen ist, das vor Gott verantwortlich handelt, geht es darum, dass der Mensch etwas tut. Das Entscheidende dabei ist jedoch, dass der Mensch das tut, was Gott als Mittel zur Veränderung gegeben hat … und das Mittel zur Veränderung ist, … dass wir als Christen GANZ EINFACH UND NORMAL IM ALLTAG IM GLAUBEN NACH DER BIBEL LEBEN!

Es bedarf also keines besonderen Eingreifens Gottes oder ganz besonderer kraftvoller Gebete im Heiligen Geist, denn das Mittel zur Veränderung ist das ganz einfache und schlichte Leben des christlichen Glaubens im Alltag. Das ist häufig ganz UNSPEKTAKULÄR, aber dennoch ist es das Mittel, das Gott zur Veränderung gegeben hat. Dadurch wirkt Gott bei uns eine fortschreitende Heiligung in unserem Leben.

Der alte Mensch und das sündige Wesen sind eine Struktur in unserer Persönlichkeit und in unserem Charakter und diese Struktur wird in der Regel in einem FORTSCHREITENDEN PROZESS verändert und so auch der neue Mensch in Christus. Er entsteht durch einen fortschreitenden Prozess in der Heiligung. In dem Maße wie Christus in uns Gestalt gewinnt, nehmen auch die sündigen Strukturen und Verhaltensweisen unseres alten Menschen ab (siehe dazu auch Galater 5 – wenn wir im Geist leben, d.h. den Glauben im Alltag ausleben, dann werden wir die Werke des Fleisches nicht vollbringen).

Also, lasst uns von jeder religiösen Form Abstand nehmen, bei der wir durch frommen Druck und Stress krampfhaft versuchen wollen, Veränderungen nach unseren Vorstellungen in unserem Leben herbei zuführen, lasst uns ganz schlicht den Glauben an Christus im Alltag leben, damit er an uns wirken und uns verändern kann!

Christus wird uns nach seinem Willen, zu seiner Ehre und zu unserer Freude verändern, heiligen und nach seinem Bild umgestalten, und wenn Christus dieses Werk an uns getan hat, dann werden auch wir sprechen wie die Menschen damals in Israel: „Er hat alles wohl gemacht“ (Markus 7,37).

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