Christen vor den Karren einer politischen Ideologie gespannt (Dr. Martin Erdmann)

(Quelle: Dr. Martin Erdmann https://veraxvoxmedia.com)

Kommunikationstechnologie spielt Hauptrolle

In dem bahnbrechenden Buch The Emerging Order (1979) stellte der amerikanische Sozialökonom Jeremy Rifkin einen Entwurf vor, wie man die evangelikale Lehre überarbeiten müsse, damit Christen die politische Ideologie des Kommunitarismus bereitwillig unterstützen und verbreiten. Bei dieser gesellschaftspolitischen Strömung geht es vordergründig darum, den Gemeinsinn und soziale Tugenden in den Vordergrund zu stellen und eine am Gemeinwohl orientierte Erneuerung gesellschaftlicher Institutionen anzustreben. Die öffentliche Moral soll neu begründet werden und Wirtschaft und Gesellschaft verändern. Der Kommunitarismus sieht sich als Mittelweg zwischen dem Liberalismus (keine staatlichen Eingriffen in die freie Wirtschaft) und dem Sozialismus (strenge Regulierungen). Wir stimmen jedoch den Kritikern des Kommunitarismus zu, die in dieser Ideologie eine technokratische Gesellschaftsordnung sehen, die sich allmählich dem Totalitarismus öffnet. Wir sehen im Kommunitarismus den Versuch, anstelle von gewählten Volksvertretern über Fachexperten (Technokraten) Macht auszuüben, die schließlich eine Diktatur anstreben. In Rifkins Plan spielte die Kommunikationstechnologie die Hauptrolle, denn sie sollte die Weltbevölkerung im Sinne einer radikalen sozialpolitischen Transformation manipulativ beeinflussen. Er sah voraus, dass sich die Evangelikalen nicht nur des Mediums Fernsehen bedienen werden, sondern dass das Fernsehen die Evangelikalen selbst verändern werde. … <weiterlesen>