Der freie Wille (R.C. Sproul)

Der Calvinist R.C. Sproul erklärt in diesem kurzem Beitrage wie unterschiedlich die Reformation und die Römische Kirche oder der Arminianismus den freien Willen erklären:

1. Nach der Reformation (oder der biblischen Lehre) ist der Mensch mit einem freien Willen geschaffen und hat einen freien Willen. Definition freier Wille: Freier Wille bedeutet, dass ich das tue was ich wünsche. Der Mensch nach dem Sündenfall hat nun das Problem, dass er nicht mehr das tun WILL, was Gott will. „Ihr WOLLT nicht zu mir kommen, daß ihr das Leben haben möchtet“ (Joh. 5,40). Deshalb muss der Mensch laut dem Glauben der Reformation, eine Wiedergeburt durch den Heiligen Geist erfahren, damit sein Wille erneuert wird, um dass zu tun, was Gott will. Um zu sagen „ja, Herr ich will“ ist also die Wiedergeburt notwendig.

2. Katholizismus/Ariminianismus und freier Wille. Im Gegensatz zur Reformation glauben diese, dass der Mensch auch NACH dem Sündenfall, noch das will, was Gott will und somit könne der Mensch aus seinen innereren, natürlichen religiösen Kräften heraus sich selbst in einen Stand versetzen, in dem er vor Gott recht dasteht. Die inneren religiösen Kräfte dazu kommen aus einem angeblich göttlichen Kern des Mensch in sich, der von dem Sündenfall verschont wurde. Damit zeigen Katholizismus/Arminianismus, dass sie den freien Willen gemäß der griechischen Philosophie deuten und nicht gemäß der Lehre der Bibel.

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YouTube-link: https://www.youtube.com/watch?v=8o0HYrpicOc

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