GEOPOLITISCHE VERANKERUNG DER NEUEN WELTORDNUNG – TEIL 1 + 2 (DR.MARTIN ERDMANN) / Einleitung: ein Rufer in der Wüste? (Siegfried Schad)

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Einleitung: ein Rufer in der Wüste? (Siegfried Schad)

Als ich Dr. Martin Erdmann 2013 anläßlich seiner Vortragsreise zuerst im Umland Basel und danach in der Nähe von Lörrach begegnete, kam es zu einigen Gesprächen zwischen uns, die Augen öffnend für mich waren. Ich hatte in einem seiner Vorträge in der Gemeinde von Benedikt Peters (Arbon/CH) in einem Mitschnitt die Aussage gehört, wie Dr. Erdmann behauptete, daß die Eliten den Kommunismus unterstützen würden … ich fand das unglaublich, aber da ich Dr. Erdmann sehr, sehr ernst nahm fragte ich nach, was es mit dieser Aussage, die er in seinem Vortrag nicht näher kommentiert hatte, auf sich habe … seine Antwort war schlicht: „Lies mal Anthony C. Sutton.“

Anthony C. Sutton

Interessant ist in diesem Zusammenhang was Wikipedia über Anthony C. Sutton schreibt (siehe HIER), worauf Wikipedia verzichtet und was Wikipedia über Sutton verschweigt (vor allem!). Was Wikipedia schreibt ist nach meinem Ermessen inhaltlich korrekt. Worauf Wikipedia verzichtet ist die Schmähung … Schmähung, wie sie z.B. ein anderer Historiker Dr. Daniele Ganser über sich ergehen lassen muß (siehe HIER). Was Wikipedia allerdings über Mr. Sutton verschweigt, das ist skandalös zu nennen … Ich hörte Patrick Wood (siehe auch LINKS & CHANNELS), ein Freund Dr. Martin Erdmanns, der viele Jahre mit Anthony C. Sutton zusammen gearbeitet und geforscht hatte, wie er sagte, daß Sutton 30 Jahre in der Forschung über die Trilaterale Kommission und das Council on Foreign Realtions tätig war … kein Wort hiervon bei Wikipedia! Ein Schelm der Böses denkt!

Zurück zu Dr. Erdmann: Da sich z.Zt. ein Buch von Martin Erdmann in Übersetzung befindet (Wir suchen noch weitere Übersetzer!!! Siehe HIER und aktuell 3 weitere (deutschsprachige) Bücher im Entstehen sind muß ich noch einmal mehr, aus aktuellem Anlaß, auf die große Bedeutung dieses Autors (siehe u.a. Buch-Shop das Buch „DER GRIFF ZUR MACHT“) mit etwas Nachdruck hinweisen. Die Gründlichkeit der Recherchen Erdmanns, der Fleiß des Kirchenhistorikers (und Theologen) Dr. Erdmann Fakten zusammenzutragen, philosophische Grundlagen zu studieren und am Ende messerscharfe Analysen und tragfähige Thesen abzugeben suchen ihresgleichen.

Am Ende der beiden Teile des Artikels GEOPOLITISCHE VERANKERUNG DER NEUEN WELTORDNUNG (Erstveröffentlichung auf DER RUF 21.07.2017), der eine kleine Vorschau auf die aktuellen Bücher von Dr. Erdmann erlaubt, habe ich in einer kurzen Nachbemerkung einen säkularen Autor verlinkt, der zu der selben These wie Dr. Erdmann kommt: Deutschalnd und China sind die Musterländer der Technokratie und als globale Vorbilder gesetzt!

Oftmals erschien es mir, als wäre Dr. Erdmann mit seinen Publikationen ein einsamer Rufer in der Wüste  gewesen, heute bin ich überzeugt, nachdem große Teile der christlich ernst zu nehmenden Autorenschaft, z.T. wegblickt und zum anderen Teil politisch kämpfen möchte, die Bedeutung und öffentliche Wahrnehmung der Arbeit von Dr. Martin Erdmann einen großen Aufschwung erfahren wird.

 

 

 

 

GEOPOLITISCHE VERANKERUNG DER NEUEN WELTORDNUNG – TEIL 1

Bildquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:BIZ_Basel.jpg zur Widerverwendung und Veränderung gekennzeichnet

(Quelle: Dr. Martin Erdmann http://veraxinstitut.ch)

Globalisten und Finanziers nannten bisweilen ihre Agenda für die künftige Einführung eines weltweiten Wirtschafts- und Regierungssystems die Entstehung einer „Neuen Weltordnung“. Man bediente sich dieses Begriffes solange in der Öffentlichkeit, bis er einen anrüchigen Geschmack bekam. Deshalb ging man dazu über, andere Schlagwörter zu verwenden. Christine M. O. Lagarde, die geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF, englisch International Monetary Fund, IMF), bevorzugt den Ausdruck „global economic reset“ (globaler Neustart der Wirtschaft).[1] Andere nennen die sich ausbildenden weltweiten Machtstrukturen „new multilateralism“ (neuer Multilateralismus). Wiederum andere nehmen Bezug auf diese und bezeichnen damit das Ende der unipolaren (einpoligen) Ordnung. Dabei deuten sie auf das langsame Absterben der amerikanischen Ökonomie als der zentralen Säule der globalen Wirtschaft hin.

Destabilisierung der „alten Welt“

Welcher Begriff auch immer verwendet wird, signalisieren sie alle einerseits die vollumfängliche Destabilisierung der finanziellen Systeme und geopolitischen Konstellationen der „alten Welt“ und andererseits das Erscheinen eines bis in die Details geplanten Aufbaus der Weltföderation, die von Finanzzentren wie dem Internationalen Währungsfonds und der Bank for International Settlements[2] (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, BIS, in Basel) gesteuert werden.

Geplante Zentralisierung der Macht     

Oftmals ist es schwierig, hinter die äußere Fassade der Machenschaften globaler Eliten schauen zu können. Daher verwundert es nicht, dass viele meinen, die Vereinigen Staaten seien das eigentliche Zentrum der Neuen Weltordnung. Und es wird angenommen, dass diese wirtschaftskräftigste Nation der Welt unentbehrlich sei, um die seit langer Zeit geschmiedeten Pläne der Zentralisierung wirtschaftlicher und politischer Macht zu konkretisieren. Diese Meinung ist jedoch nicht unbedingt richtig. Sicherlich hat Amerika eine immer wichtiger werdende Rolle in all diesen geopolitischen Entwicklungen seit über einhundert Jahren gespielt. Aber ob dies auch in der Zukunft so sein wird, ist die große Frage. Gewisse Anzeichen deuten darauf hin, dass sich bald ein erdbebenartiger Wandel in der Weltpolitik einstellen wird. Wie anders ist die Tatsache zu erklären, dass die Zentralbank Amerikas (Federal Reserve System) einen höheren Gang eingelegt hat, um die breitflächige Sabotage der amerikanischen Wirtschaft zu vollenden. Die Direktorin Janet Yellen würde nicht eine krisenreiche Instabilität der Wirtschaftsabläufe in ihrem Lande verursachen und die massiv überteuerten Vermögenswerte des Immobilienmarktes, der US-Bundesanleihen und der Rohstoffe aller Art einer verheerenden Deflation aussetzen, wenn Amerika nicht als entbehrlich angesehen werden würde.

Schüren von Pseudo-Konflikten

Einige meinen, dass die Neue Weltordnung ein rein westliches Konstrukt ist und dass sich die asiatischen Nationen gegen ein unkontrollierbares Ausbreiten des westlichen Imperiums zur Wehr setzen. Diese Einschätzung der geopolitischen Situation besitzt eine gewisse Plausibilität, entbehrt aber jeglicher Fundierung im Boden der Realität. Die asiatischen Nationen arbeiten Hand in Hand mit denselben Globalisten, mit denen sie angeblich auf Kriegsfuß stehen. Der russische Präsident Vladimir Putin ist genauso mit von der Partie wie der Staatspräsident der Volksrepublik China Xi Jinping. Was sich in der politischen Arena weltweit abspielt, ist das bewusste Schüren konfliktreicher Situationen. Darüber besteht keinerlei Zweifel. Aber es sind absichtlich erzeugte Pseudo-Konflikte, die dazu bestimmt sind, die Weltbevölkerung über die wirklichen Vorgänge in Politik und Wirtschaft zu täuschen. Letzten Endes beugen die asiatischen Premiers ihre Kniee genauso vor den Hohepriestern der Weltfinanz in New York, Frankfurt und Basel nieder, wie es die deutsche Kanzlerin und der amerikanische Präsident tun. Der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger und der ungarisch-amerikanische Investor und Börsenguru George Soros treffen sich ungeniert in aller Öffentlichkeit mit diesen Politikern auf der Bühne der Weltpolitik und zu perönlichen Gesprächen hinter verschlossenen Türen in luxuriösen, abgelegenen Anwesen der gesellschaftlichen Prominenz.[3]

Der schwindende Einfluss der USA

Einige Fragen stehen deswegen offen im Raum, die geradezu nach einer einsichtigen Antwort rufen. Wie kann eine Neue Weltordnung zustande kommen? Es gibt genug Belege, gerade auch Aussagen bekannter Globalisten, dass dieses neue Politik- und Wirtschaftssystem eine große Gefahr für die ökonomische Entwicklung der gesamten Welt darstellt. Wenn Amerika lediglich ein Glied ist, das jederzeit amputiert werden kann, damit die Globalisten die Verwirklichung einer größeren Zentralisation einleiten können, wo wird die Neue Weltordnung dann tatsächlich Fuß fassen? Wie bereits bemerkt, stehen sowohl die östlichen als auch die westliche Nationen den internationalen Finanziers zur Verfügung. Deshalb ist es sinnvoll anzunehmen, dass zwei ausgewählte Länder die Grundbasis des neuen Systems darstellen.

<Fortsetzung folgt>


[1] Council on Foreign Relations: Christine Lagarde on a New Multilateralism for the Global Economy

[2] www.bis.org

[3] “Kushner, Ivanka rub elbows with Dem billionaire Soros at Hamptons party: report

GEOPOLITISCHE VERANKERUNG DER NEUEN WELTORDNUNG – TEIL 2

(Quelle: Dr. Martin Erdmann http://veraxinstitut.ch)

Populismus verschwindet bald

Wie Bloomberg kürzlich in dem Artikel „China, Germany Step Up As U.S. Retires From World Leadership“[1] (China und Deutschland treten vor, während die U.S.A. sich von der Führung der Welt zurückzieht) mit einem Unterton von Schadenfreude verkündete, riskiert Donald Trump „gleichwohl den Zusammenschluss von Alliierten und Feinden des Kalten Krieges in einer Koalition gegen ihn“. In anderen Worten, die Zukunft wird dem Sozialismus gehören, die Populisten sind gefährliche Demagogen, die bald am Aussterben sein werden, und die Globalisierung wird ohne sie voranschreiten. Die von den Eliten bevorzugte Interpretation der Weltereignisse wird in diesem Bericht wie in vielen anderen der westlichen Presse den Lesern vorgelegt, sodass sie in ihrem Denken in eine bestimmte Richtung gelenkt werden.

Technokratie ist das Ziel, nicht Kapitalismus oder Sozialismus

Die Beziehung zwischen China und Deutschland mag auf den ersten Blick seltsam erscheinen, aber die beiden Länder sind sich viel ähnlicher, als es viele wahrnehmen oder zugeben wollen. China stellt sich der Welt als eine kommunistische Gesellschaft dar, die sich mit dem Kapitalismus angefreundet hat. Deutschland präsentiert sich als eine kapitalistische Gesellschaft, die den Sozialismus in ihrer Landespolitik mit beiden Armen willkommen heißt. Im Grunde sind es zwei Länder, die spezifische technokratische Vorgaben umsetzen, die weder rein sozialistisch noch kapitalistisch sind, obgleich die Technokratie Aspekte aus diesen beiden Wirtschaftssystemen entlehnt, sie aber dann in etwas ganz anderes umformt. Die Verwendung von alten ideologischen Bezeichnungen sind nur noch semantische Konstrukte, die dazu dienen, um Verwirrung anzurichten, damit nur die wenigsten begreifen, was wirklich geschieht; denn wenn es mehr verstehen würden, käme es zu einer unkontrollierbaren Revolte von unten, die nicht im Sinne der Elite ist. Im Kontrast zur Unwissenheit der breiten Massen sind sich die Globalisten bis ins Tiefste bewusst, was hinter der Technokratie steht. Sie lassen sich nicht von irreführenden Bezeichnungen täuschen. Die in China und Deutschland geführte Politik ist genau das Modell, das die Elite der gesamten Welt überstülpen möchte.

Multikulturalismus ist patentes Mittel gegen nationale Souveränität

Deutschland hat die optimalen Voraussetzungen für die Umsetzung des Multikulturalismus geschaffen. Die gegenwärtige Regierung ist geradezu fanatisch in der Befolgung dieses Ideals, was aus einer globalen Perspektive völlig einleuchtend ist. Multikulturalismus setzt eine völlig ungehinderte Bewegung von größeren Bevölkerungsteilen über nationale Grenzen hinweg voraus, damit die Landesgrenzen letztlich bedeutungslos werden. Wie in vielen anderen politischen Initiativen, ist das eigentliche Ziel, die Abschaffung der nationalen Souveränität. Deutschland hat sich für die Verwirklichung dieser Vorgabe des Internationalismus seit ca. einem halben Jahrhundert eingesetzt, ganz besonders im Hinblick auf die etappenweise Etablierung der Europäischen Union, nicht nur als ein Wirtschaftsblock, sondern als ein politischer Staatenbund, der diktatorisch regiert wird. Die großzügige, von hohen Steuern gewährleistete Sozialpolitik Deutschlands zog viele Flüchtlinge aus anderen Ländern, spezifisch den islamischen, an, die jetzt eine große Bürde für das soziale Netz darstellen.

China wird diktatorisch regiert

China diente seit den frühen 1970er-Jahren den Protagonisten der Neuen Weltordnung als eine Art wirtschaftliches Versuchsfeld. Die Ausweitung der staatlichen Sozialleistungen, insbesondere die einer allgemeinen Krankenversicherung, sind konkret angesprochene Prioritäten des neuesten „Fünf Jahre“-Programms der chinesischen Regierung. Da immer noch hunderte Millionen von Chinesen mit einem Einkommen von weniger als einem Euro pro Tag auskommen müssen, gibt es für die Bevölkerung keine andere Möglichkeit, als sich auf die Großzügigkeit des Staates zu lassen. Das unter den Rahmenbedingungen einer kommunistischen Diktatur ausgebildete System einer quasi-kapitalistischen Wirtschaft ist für viele der Armen kaum zu tolerieren, aber es geht ihnen etwas besser, als unter dem stark reglementierten Regime Mao Tse-tung. Deshalb hüten sie sich, die Ketten des neuen Systems von sich zu werfen und zu revoltieren. Diese Dynamik von erzwungener Armut und freigiebiger Staatsversorgung bildet das Muster, dass die Eliten in allen Ländern einführen vermöchten. Die chinesische Regierung kontrolliert jeden Aspekt der kommerziellen Netzwerke, die die Gesamtwirtschaft ausmachen. Ein chinesischer Konzern ist meistens im Besitz der Landesregierung. In China ist die freie Marktwirtschaft, wie sie Adam Smiths in seinem Werk The Wealth of Nations (1776) darlegte, unbekannt. Die Beziehung der politischen Organe in Peking ist eng mit den Institutionen des globalen Finanzsystems verbunden. China war eines der ersten Länder, das die Einführung eines neuen globalen Währungssystems forderte, dem die IMF voranstellen sein würde. Der „Special Drawing Rights“-Währungskorb (SDR) würde an die Stelle des US Dollars als weltweite Leitwährung treten. Erst kürzlich wurde der chinesische Renminbi Yuan als Währung in die proportionale Zusammensetzung verschiedener Landeswährungen der SDR aufgenommen.

SDR-Währungskorb könnte die neue Weltwährung werden

Es ist diese Strategie der Aufwertung des SDR-Währungskorbs und der Ersetzung des Dollars als internationale Leitwährung, die von Globalisten ständig angesprochen wird. Erst jüngst gab Mohamad El-Rian, der ehemalige Geschäftsführer von PIMCO[2], in einem Artikel unter dem Titel „Could The IMF’s World Currency Help Encourage Global Unity?”[3](Könnte die Weltwährung der IMF helfen die globale Einheit zu fördern?) bekannt, was er von der IMF-Initiative hält. Besonders interessant ist die Bemerkung El-Erians, dass die Einführung eines globalen Währungssystems Wesentliches dazu beitragen könne, um gegen den wachsenden Populismus zu kämpfen.

Geographische Brückenköpfe entstehen in Europa und Asien

Um einen solch riskanten Plan in Gang zu setzen, muss es irgendwo in der Welt eine gewisse politische Stabilität geben. Während viele Nationen gegenwärtig einer finanziellen Krise gegenüberstehen, die die Härte und das Ausmaß der Großen Depression in den 1930er-Jahren erreicht hat, benötigen die Globalisten bestimmende Lokalitäten, um ihr Kapital zu konsolidieren und Brückenköpfe für die nächsten Angriffe gegen die nationale Souveränität einzurichten. Diese Brückenköpfe können durchaus die Gestalt einer Wirtschaftsunion zwischen Deutschland und China annehmen. Ganz offensichtlich sind beide Länder u.a. aus den folgenden Gründen bevorzugten Nationen der Eliten. China ist Deutschlands größter Handelspartner. Deutschland ist das von chinesischen Investoren bevorzugte Land. Letzen Monat trafen sich Kanzlerin Merkel und der chinesische Premierminister Li Keqiang, um die gegenseitigen Beziehungen zu vertiefen. Der angegebene Grund ist der zunehmende Protektionismus Amerikas, seitdem Donald Trump die Präsidentschaft übernommen hat. In einem Die Zeit-Artikel stand folgendes:

Deutschland und China wollen gemeinsam den freien Welthandel nach international vereinbarten Regeln verteidigen. „Wir setzen auf offene Märkte“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einem Treffen mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang. Dieser sagte, beide seien sich in der Unterstützung des Multilateralismus und der Einhaltung gemeinsam vereinbarter Regeln einig. China und Deutschland seien wichtige Partner im politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bereich.[4]

Der deutsche Botschafter in Peking behauptete jüngst in einer Mitteilung an die Pressekorps vor Beginn des G 20-Treffens in Hamburg, dass sich die wirtschaftliche und politische Dynamik Richtung Osten bewegt. Eine gewisse Antithese wird zwischen der gegenwärtigen Führung Deutschlands und Amerikas aufgebaut.

Amerikanischer Präsident dient als Sündenbock

Präsident Donald Trump dient als Katalysator der Vollendung vieler internationaler Programme, die in Wahrheit schon seit Jahrzehnten im Gange sind. Er wird jetzt als Entschuldigung für alles herangezogen. Seine Art des Populismus wird als Ausrede für den erneuten Multilateralismus herangezogen, für die deutsch-chinesische Kooperation, für die Einführung eines neuen globalen Währungssystems und wahrscheinlich als Sündenbock für das unabwendbare letzte Stadium des langsam in Fahrt kommenden wirtschaftlichen Zusammenbruchs in Amerika.

Neue Weltordnung besteht aus Kooperation und gegenseitige Abhängigkeit

Wohingegen Trump die alte Weltordnung mit ihrer angeblichen „Barbarei“ und „Anarchie“ (Begriffe der Verunglimpfung nationaler Souveränität) symbolisiert, stehen Deutschland und China als positive Symbole eines neuen Systems in Wirtschaft und Politik dar. In einer Neuen Weltordnung, wo Kooperation und gegenseitige Abhängigkeit die großen Tugenden sein werden, die durch minutiöse Planung und Koordination der wirtschaftlichen Abläufe gewährleistet werden, werden möglicherweise Deutschland und China die ersten Nationen sein, die den US-Dollar als Leitwährung der Welt aufgeben werden. Sollte dies geschehen, wird Russland sicherlich nicht lange auf sich warten lassen, das Gleiche zu tun. Dieser Umbruch im internationalen Finanzsystem wird sich dann ereignen, wenn die Zeit gekommen sein wird, um den SDR-Währungskorb als neue Leitwährung einzuführen. Der Zeitpunkt, so meinen wir, drückt rasch nahe. Es ist zu vermuten, dass die Globalisten eine wirtschaftliche Machtbasis suchen, von wo aus sie ihre Neue Weltordnung lancieren können. Deutschland und China scheinen bestens in ihre Pläne hineinzupassen.


[1] www.bloomberg.com/news/articles/2017-07-03/as-u-s-retires-from-world-leadership-china-and-germany-step-up

[2] PIMCO ist ein Zweig des deutschen Finanzkonzerns Allianz; www.pimco.de/de-de/

[3] www.theguardian.com/business/2017/apr/24/imf-populism-nationalism-sdr-reserve-currency

[4] “Li Keqiang bei Angela Merkel: China bekennt sich zum Klimaschutz“; www.zeit.de/politik/ausland/2017-06/li-keqiang-angela-merkel-welthandel-klimaschutz

Nachbemerkung (Siegfried Schad)

Die selbe These, daß Deutschland und China die Neue Weltordnung etablieren würden, vertritt auch mein bevorzugtes säkulares Nachrichtenportal konjunktion.info – siehe:

Systemfrage: China und Deutschland als Geburtshelfer der Neuen Weltordnung?

Systemfrage China und Deutschland als ...en Weltordnung www.konjunktion

 

 

 

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