[Buch] Francis A. Schaeffer „The Christian Manifesto“: Christen im widergöttlichen Staat – Zwischen Widerstand und Anpassung (Hanniel Strebel) / Nachbemerkung (Siegfried Schad)

(Quelle: Hanniel Strebel http://hanniel.ch)

Der US-amerikanische Pastor und Evangelist Francis Schaeffer (1912-1984) kämpfte in den 70er-Jahren an prominenter Stelle gegen die Entscheidung des obersten Gerichtshofes, der 1973 die Bestimmungen zur Abtreibung lockerte. Ihm wurde später angelastet, dass er zum Erstarken der Rechten in den USA beigetragen habe. Dem Buch The Christian Manifesto war der Text Whatever Happened to the Human Race? vorangegangen. Diesen hatte er zusammen mit dem 1982-89 im Amt stehenden Surgeon General Everett Koop (1916-2013) verfasst. Schaeffer war sein Leben lang überzeugter Verfechter einer christlichen Weltsicht gewesen. In diesem Spätwerk suchte er das, was er in seiner Trilogy – den drei zentralen Büchern, die seine christliche Sicht auf Welt und Leben, erschienen in den Jahren der sexuellen Revolution Ende der 1960er Jahre – erarbeitet hatte, auf den Bereich der Staatsethik, insbesondere die Frage nach dem zivilen Ungehorsam, auszuweiten.

Strebel-Christen-im-widergöttlichen-Staat-

PDF-link: https://www.der-ruf.info/wp-content/uploads/2017/09/Strebel-Christen-im-widergöttlichen-Staat-.pdf

Nachbemerkung (Siegfried Schad)

Zweifellos war Francis A. Schaeffer ein brillianter Geist, ein unermüdlicher Kritiker der humanistischen Kultur und ein überragender Apologet. Trotz seiner visionären Kraft mußte Schaeffer dennoch realistisch anerkennen, daß in einer zunehmend abfallenden Chistenheit der Kulturkampf bereits verloren war,  bevor er erst überhaupt begonnen hatte. Es nimmt nicht Wunder, daß Schaeffer ungewollt und ohne eigenes Zutun später der falschen Seite der Rekonstuktionisten zugeordnet wurde und von dem aufstrebenden humanistisch eingefärbten Neoevangelikalismus zur Seite geschoben wurde.

 

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