Unveröffentlichter Leserbrief zu idea Spektrum Reinhard Bonnke-Interview (Thorsten Brenscheidt)

Kurze Vorbemerkung Siegfried Schad: Zu dem vorangegangenen Artikel von Bruder Marc Dannlowski Die problematische Theologie des Reinhard Bonnke erhielt ich von Bruder Thorsten Brenscheidt (Autor des Buches: „SPÜRST DU GOTT SCHON ODER LIEST DU NOCH DIE BIBEL?“) auf facebook den nachfolgenden Kommentar.


(Quelle: Thorsten Brenscheidt)

Zum Interview mit Reinhard Bonnke „Wunder gehören zum Evangelium“ in idea-Spektrum Nr. 38/2007, S. 20-22, nachfolgend mein unveröffentlichter Leserbrief:

Als ehemaliger Mitarbeiter bei drei Evangelisationstagen mit Reinhard Bonnke finde ich es bedauerlich, dass er sich den eindeutigen Widersprüchen seiner falschen Prophetien nicht stellt: Zur Feuer-Konferenz 1987 in Frankfurt lud Bonnke mit den Worten ein: „Gott will über Nacht in Europa die Ebbe in Flut verwandeln. Die Zeit ist gekommen.“ 20 Jahre später meint er nun: „Gott erfüllt doch sein Wort nicht innerhalb von 24 Stunden!“ Ist das „über Nacht“ also nur symbolisch gemeint? Während der Konferenz verkündete er: „Dieses Jahrhundert wird so aufhören, wie es begonnen hat: Mit der größten Ausgießung des Heiligen Geistes!“ Das 20. Jahrhundert dürfte 2007 doch wohl schon zu Ende sein?! Bonnke gibt in dem Interview zu der angekündigten Erweckung selbst zu: „Davon kann man momentan nicht reden.“ Bei der Feuer-Konferenz 1988 in Birmingham sollte der Heilige Geist quasi nach Terminkalender fallen: „… vom 19.-24.07.1988: Der Heilige Geist wird fallen … Es wird zu einem Massendurchbruch kommen.“ Und zu seiner „Vom Minus zum Plus“-Kampagne 1994 hieß es: „Unser Land wird eine Erweckung erleben … Der Aufbruch steht nahe bevor.“ Seine Erklärung, dass sich Prophetie nicht immer „rucki, zucki“ erfüllt, wirkt peinlich. Beim Vorwurf: „Sie versprechen mehr, als sie halten können!“ schiebt er die Verantwortung Gott zu, anstatt zuzugeben, dass er selbst geirrt haben könnte. Einerseits lockt Bonnke mit „Erweckung jetzt“, „hier“ und „heute“, andererseits vertröstet er im Nachhinein mit den Worten: „Warten Sie es nur ab!“ Zur Rechenschaft wird ihn der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden, dessen Mitglied er ist, nicht ziehen, da Bonnkes vollmundige Prophetien und Inszenierungen bisher und weiterhin für genug Spendengelder sorgen. Prophetien, die sich als falsch oder maßlos übertrieben erwiesen haben, werden totgeschwiegen. Schon im Alten Testament wurde deren Echtheit dadurch festgestellt, ob sie auch tatsächlich eintrafen. Bonnkes zahlreiche Erweckungsprophetien sind falsch. Über sich selbst sagte er einmal: „Ich bin kein Kanzel-Künstler!“ Wenn er aber auch kein wahrer Prophet ist, was ist er dann?


%d Bloggern gefällt das: