Der Christ und die Obrigkeit in einer Demokratie (TOPIC) / Kommentar (Siegfried Schad)

Der Christ und die Obrigkeit in einer Demokratie (TOPIC)

(Quelle: TOPIC)

Seitdem TOPIC sich kritisch zur Flüchtlingspolitik von Angela Merkel äußert, mehren sich Proteste, vor allem aus Kreisen der Brüderbewegung, mit der Forderung, diese Kritik zu unterlassen. Dem TOPIC Informationsdienst wird konkret vorgeworfen, er betreibe „Hetze“ und „verunglimpfe hemmungslos Autoritäten“. Ein bibelgläubiger Christ habe sich nach dem Römerbrief Kapitel 13 der Obrigkeit unterzuordnen und diese nicht zu kritisieren, sondern für sie still zu beten. Bitte hier weiterlesen…

Kommentar (Siegfried Schad)

Auch in dieser Frage beweist TOPIC-Chefredakteur Ulrich Skambraks einmal mehr Mut und Charakter: Er benennt Roß und Reiter. In der Tat sind es (das kann ich ebenfalls bestätigen) überwiegend Kritiker aus Kreisen der Brüdergemeinden, die unter den von TOPIC aufgeführten Argumenten eine Aufklärungsarbeit wie dieser ablehnend gegenüberstehen. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch … ich sage das nicht pauschal, jedoch tendenziell muß ich TOPIC zustimmen und riskiere hierbei keine Auflage, wie die TOPIC-Redaktion, aber vielleicht ein paar Sympathien.

Der Schlußsatz des TOPIC-Artikkels lautet: “ Dieses Beispiel* zeigt, dass eine Unterordnung unter eine falsch verstandene Obrigkeit in einer Demokratie unserer Tage fehl am Platz – und auch nicht klar biblisch zu begründen ist.“  *Anm.: gemeint ist der erfolgreiche Protest gegen den neuen Bildungsplan in Baden-Württemberg

 

Diesem Schlußsatz kann ich absolut zustimmen, auch wenn es sich um ein pragmatisches Argument handelt und muß auch gleichzeitig um der Ausgewogenheit willen und Mißverständnissen vorzubeugen anmerken, daß politische Aktivität, die Teilnahme an Demonstrationen, Werbung für Parteien, aktive Teilnahme in Parteien vom Wort Gottes her nicht abgeleitet und gerechtfertigt werden kann ( siehe Artikel  Die Christenfalle: 2 fatale Wege in den politischen Aktivismus und ihre Folgen (Siegfried Schad)) … jedoch reden sollten wir zu den Zeiterscheinungen, oder wer sollte dies außer bibeltreuen Christen besser tun?

Hatte nicht etwa Johannes der Täufer des König Herodes Sünde auch Sünde genannt, OHNE hierbei an der Spitze eines Volksaufstandes gegen den König zu stehen? Er hatte deutliche Position bezogen und wurde in der Folge enthauptet.

Ich halte es für christliche Pflicht Position zu beziehen, OHNE dabei jedoch mit den säkularen Kräften in jedweder Weise zusammenzuarbeiten.

Ich wiederhole mich an dieser Stelle: Ich halte es für ein sehr fragwürdiges Zeugnis, wenn wir Christen mit Frau Petry, oder Frau Wagenknecht, mit Herrn Gauland oder Herrn Gysi identifiziert werden … ebenso gilt das selbe für die Personen der Parteien der „Mitte“ (ich hätte auch Seehofer und Merkel sagen können).

2Kor 6,14 Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?


%d Bloggern gefällt das: