Die Christenfalle: 2 fatale Wege in den politischen Aktivismus und ihre Folgen (Siegfried Schad)

Einleitung

Zu Beginn möchte ich kurz umreißen warum politischer Aktivismus in jedweder Form dem christlichen Zeugnis, dem Auftrag die Menschen der Umgebung zu evangelisieren und dem Missionsbefehl, verdunkeln und zuwider laufen:

  1. Es existiert keinerlei Vorbild durch Christus die Gesellschaft zu verändern
  2. Die christliche Himmelsbürgerschaft tritt in den Hintergrund
  3. Christen ziehen ggf. (zwangsläufig) an einem Joch mit der Welt
  4. Christen werden über ihre politische Identität oder Parteizugehörigkeit an Stelle ihrer Rolle als Botschafter des Evangeliums falsch identifiziert.

Falle Nr. 1

Die bedeutendste Falle eines politisch motivierten Aktivismus in der Christenheit ist die sogg. Transformationstheologie bzw. Theologie der Gesellschaftstransformation  , die sich wie Dr. Martin Erdmann in seinem Buch „Der Griff zur Macht“ (siehe Leseprobe HIER) nachgewiesen hat, an Zielen der UNO (w.z.B. die Micha-Initiative) orientiert. Diese hat in alle Kirchen und Freikirchen, die in der ökumenischen Bewegung aktiv sind (ÖRK / ACK / Deutsche Evangelische Allianz) Eingang gefunden und ist dort bestens etabliert, (auch wenn das einfache Kirchenmitglied wenig hiervon wahrgenommen haben mag). Diverse denominationelle Unterschiede die zwischen liberalen Kirchen, Charismatikern, Anhängern der Gemeindewachstumsbewegung (w.z.B. Willow Creek), emergenter Bewegung und voran der RKK bestehen, sollen nicht darüber hinwegtäuschen, daß die freimaurerische Agenda der Transformationstheologie in die Interreligiösität einer Einheitskirche führen sollen und ein sogg. soziales Evangelium (siehe mehrere Artikel „soziales Evangelium“ HIER) an die Stelle des Evangeliums Jesu Christi tritt. Dies geschieht z.T. völlig unbemerkt und verbirgt sich hinter Bemühungen der Kirchen das Evangelium gesellschaftlich relevant zu verbreiten und in einen kulturellen Kontext zu setzen. Häufig liegt hierbei eine falsche Eschatologie zu Grunde, daß Christen die Bedingungen eines 1000-jährigen Reiches erst schaffen müssen, daß Jesus wiederkommen kann (Postmillenialismus).

Christenfalle

Dieser sozial bewegte Aktivismus eines Reiches Gottes auf Erden, der eine Reparatur der Verhältnisse der Gesellschaften der gefallenen Menschheit voraussetzt, trägt die elitär-freimaurerische Handschrift fabianischer Sozialisten. Die Ziele sogg. urbaner Transformation (siehe Beispiele HIER und HIER) könnten mit ihren multikulturellen und sozialen Aspekten viel weniger aus der Bibel, als durchaus dem Programm einer sozialdemokratischen Partei für ihre kommunalen Ziele entnommen sein. Rick Warren´s Plan 1 Milliarde Fußsoldaten aufzustellen und sein skandalöser Vergleich dies mit der Leidenschaft der SA-Braunhemden des III. Reichs zu tun (siehe Video + Artikel HIER) , sollte nicht davon ablenken, daß diese Hilfstruppen den Weltkommunismus der UNO-Agenda 21 befördern sollen. Daß Rick Warren Mitglied des einflußreichen Council on Foreign Relations ist (siehe HIER) und in seinem Buch „Leben mit Vison“ (siehe mehrere Artikel HIER) die Freimaurer-Bibel zitiert wirft ein besonderes Licht auf den geistigen Hintergrund, der z.B. von Council on Foreign Relations-Gründer und Mao-Tse-Tung Verehrer David Rockefeller mit hohem Finanzaufwand seit Jahrzehnten gefördert wird.

[Anm.: Alle o.a. Ausführungen sind auf diesem Blog schon in früheren Artikeln dokumentiert worden]

Falle Nr. 2

Was den Einfluß und die Zahlen der Vertreter die in eine zweite völlig anders geartete Falle führt angeht, so kann man nur über eine unbedeutende Minderheit jedoch durch gesellschaftlich aktuelle Themen befördert, gut wahrnehmbare Randerscheinung im Evangelikalismus sprechen. Neben irregeleiteten christlichen Freigeistern, wie Reichsdeutschen (bekannter Vertreter der Sänger Xavier Naidoo), adventistischen Infokriegern, frommen (Anti-NWO-)Truthern, gibt es eine wachsende Zahl sehr ernst zu nehmender bibeltreuer Christen, oft heimatlose ehemalige CDU-Wähler, die im Kern als christlich Wertkonservative zu bezeichnen sind, die sich politisch einmischen. Die Motive letzterer Gruppe sind christlich, edel und gut, ihre Forderungen nach einer von christlichen Werten getragener Nation, einer Gender-Ideologie-freien Schulbildung und einer exklusiven Stellung der Ehe zwischen Mann und Frau, gegenüber anderen Formen des Zusammenlebens, entsprechen der Hoffnung die Werte eines verloren gegangenen christlichen Abendlandes (sofern dieses je existierte) wieder herzustellen und auch die Demokratie in Deutschland wieder zu stärken. Ihre Aktivitäten beschränken sich nicht alleine auf Bürgerinitiativen wie „Demo für Alle“, sondern erweitern sich seit geraumer Zeit auch auf Unterstützung und Teilnahmen in der relativ jungen Partei AfD, sowie auch teilweise in Zustimmung für die Forderungen der PEGIDA-Bewegung, die durch unkontrollierte Einwanderung eine Islamisierung Deutschlands befürchtet. So weit so gut … die Irrtümer und Gefahren die von letzterer Gruppe ausgehen und die auch für deren Vertreter selber existieren, habe ich in dem Artikel CHÉsus oder JESUS? Bergpredigt vs. politischer Ansteckungsgefahr (Siegfried Schad) bereits beschrieben, auch wenn ich dieser Gruppe und einzelnen Protagonisten ideell in ihren geistlichen Werten sehr nahe stehe, kann ich deren Vorgehen aus beschriebenen Gründen nicht teilen.

Resümee

Auch wenn beide Gruppierungen, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten, in ihren Zielsetzungen völlig konträr sind, so einen sie jedoch drei wichtige Merkmale:

1. Diese Christen passen in das politische Rechts-Links-Koordinatensystem dieser Welt und sind somit nicht zuerst ein Instrument Christi und seines Evangeliums sondern ein Instrument der zunehmenden (gelenkten) Polarisierung der Gesellschaften. Sie tragen zu Konflikten zwischen gesellschaftlichen Gruppierungen, oft unwissentlich und ungewollt, bei.

2. Beide Gruppierungen mißachten, daß der elende Zustand dieser Welt ein Gerichtshandeln Gottes ist, das sich wie in der biblischen Prophetie geoffenbart bis zum Äußersten steigern wird. Keine (christliche) Initiative, mögen ihre Ziele noch so gut erscheinen, und schon gar keine (weltliche) Partei, werden das Handeln und den Ratschluß Gottes ändern.

3. Die Aktivisten beider Gruppen vergessen, daß das Licht eines Christen für die ungläubigen Menschen nicht heller strahlt, sondern trüber erscheint, wenn er sich in die Auseinandersetzungen dieser Welt verwickeln läßt. Liebe, Barmherzigkeit und Vergebung erleiden Schaden, wenn wir uns in die Geschäfte und das Joch dieser Welt hineinziehen lassen.

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