Kommentar von Dirk Noll zu dem Buch von Martin Erdmann „Das 1000-jährige Reich – frühkirchliche Kontroversen“ (Dirk Noll)

(Quelle: Dirk Noll www.der-ruf.info)


Kurzer Kommentar von Dirk Noll zu dem Buch von Martin Erdmann über die Kontroverse über das 1.000-jährige Reich in der Alten Kirche (siehe Buchvorstellung Buch: Dr. Martin Erdmann „Das 1000-jährige Reich – frühkirchliche Kontroversen“ (d-publikation) :

Aus der Kontroverse um das 1.000-jährige Reich in den ersten Jahrhunderten der Christenheit können Christen auch heute viel lernen.

Denn die biblische Lehre wurde damals wie heute von 2 Seiten angegriffen:

Judaismus

Damals gab es jüdische Literatur, die außerbiblisch war (Bücher Henoch, Baruch, 4.Esra etc…). Diese wurden nun bei der Interpretation über das 1.000-jährige Reich in die Bibel hineingemischt. Ergebnis…

Es bildeten sich Sekten, welche ein sinnliches 1.000-jähriges Reich lehrten, in dem die Menschen angeblich ihre fleischlichen Lüste voll ausleben könnten.

Diese wurden zwar von den bibelgläubigen Kirchenvätern als Häretiker verworfen aber dennoch bildete sich als Gegenreaktion eine Bibelauslegung, welche das 1.000-jährige Reich vergeistlichte (klassisch Augustinus im Gottesstaat, 20. Buch).

Platonismus

Martin Erdmann zeigt nun auf, dass bei dieser Vergeistlichung auch der Einfluss des griechischen Geistes in Form des Platonismus eine Rolle spielte.

Am Ende des Buch macht Erdmann eine Auslegung von Offb 20 (Das Millennium), nach den Prinzipien einer bibeltreuen Schriftauslegung.

Erdmann gibt überall die Quellen an, mit denen man seine Aussagen überprüfen kann.

Das Buch ist eine große Hilfe auch für die heutige Zeit, denn auch heute fallen Christen auf beiden Seiten vom Pferd:

Sie sind von einem unbiblischen Judaismus beeinflusst, so daß sie Anhänger eines Ungläubigen Israels werden und häufig talmudische Lehren übernehmen, von denen sie nicht merken, daß sie im Widerspruch zur Bibel stehen und verlieren am Ende das Hauptziel der Bibel aus den Augen, das sie mit dem jüdischen Volk hat: Die Bekehrung zu Jesus Christus bzw. der Annahme ihres Messias.

Auf der anderen Seite gibt es auch Tendenzen, gewisse Dinge in der Bibel zu sehr zu vergeistlichen, sodass im Extremfall die Endzeit und biblische Prophetie weitestgehend aus dem Fokus von Christen gerät und sie die Zeichen der Zeit nicht mehr richtig beobachte und deuten.

Das Buch von Erdmann dürfte für jeden Christen eine Studienhilfe und Bereicherung für den eigenen Glauben sein.

 

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