Warum ich Open Doors [bedingt] ablehne (Siegfried Schad)

Vorbemerkung: Wer glaubt, daß mit Menschenkraft Gottes Willen über das Einzelschicksal eines Christen verändert werden kann, der glaubt auch womöglich, daß Christus unsere „Hilfe“ bei der Errichtung des Reiches Gottes auf Erden benötigt und Dieser glaubt auch an einen m. E. unfähigen Gott ohne Plan. Bitte behandelt mich nach diesem Artikel nicht wie einen Blasphemiker – lest, oder nicht – ich habe Einwände!

Viele Menschen sitzen (so wie auch ich) heute vor ihren Medien und als (Zeitgeist)-Kinder einer global agierenden Welt, möchte man am liebsten überall eingreifen … Ungerechtigkeit gibt es ja mehr als genug. Allerdings erscheint mir, daß abgesehen von dem ökumenischen Aspekt, mehr und mehr Christen zu der Auffassung gekommen sind, daß man in das Rad der Geschichte bzw. in Gottes Handeln eingreifen müßte.

OpDo

Ich höre schon: „Bist Du von Sinnen, weißt Du wie vielen Christen diese Organisation geholfen hat?“ Ich bestreite das nicht gänzlich, daß geholfen wurde und nicht etwa nur die Geldmittel in einer Organisation versackt sind, so wie bei den meisten Organisationen auf Spendenbasis in denen 90% der Mittel vergeudet oder Mitarbeitern zugeführt werden … und dennoch bleibt, (sofern wir ernst nehmen was das Wort Gottes sagt):

Mt 5,10 Glückselig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden, denn ihrer ist das Reich der Himmel!

Lk 21,12 Vor diesem allem aber werden sie Hand an euch legen und euch verfolgen und in Synagogen und Gefängnisse übergeben und vor Könige und Fürsten führen um meines Namens willen.

Joh 15,20 Gedenkt an das Wort, das ich zu euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen; haben sie auf mein Wort [argwöhnisch] achtgehabt, so werden sie auch auf das eure [argwöhnisch] achthaben.

Röm 8,35 Wer will uns scheiden von der Liebe des Christus? Drangsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?

Mt 10,28 Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet vielmehr den, der Seele und Leib verderben kann in der Hölle!

Lk 12,4 Ich sage aber euch, meinen Freunden: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und danach nichts weiteres tun können.

Das Wort Gottes, die Bibel, prophezeit als Schicksal für Teile der Christenheit: Verfolgung bis zum Tod.

Ist Verfolgung ein Unfall, oder Gottes Wille? Ist Leiden, w.z.B. Joyce Meyer propagiert, Folge von Unglauben, oder göttliches Handeln (wie die Bibel es sagt)?

Ist dieser Glaube an NGOs wie Open Doors, Transformations-Orgas oder z.B. dem WWF, etwas was die Briten „procrastinating“ nennen (ich handele wider besseren Wissens an anderer Stelle als ich es tun sollte [das Wort gibt es nicht im Deutschen Vokabular]), und was uns letztlich nach unserem globalen Engagement von den Aufgaben an unseren unmittelbar Nächsten enthebt, eine „fromme“ Ausrede?

Stirbt etwa ein einziger Christ, weil Gott nicht aufgepaßt hat und OPEN DOORS- oder andere Mitarbeiter mit ihrer globalen Strategie versagten und untätig blieben? Das ist klassischer Aktivismus und neo-evangelikaler Arminianismus. Selbsterlösung liegt immer sehr nahe bei den fleischlichen Bemühungen der Erlösung Dritter.

… ich warte auf den Sturm der Entrüstung.


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