Houston (USA): UPDATE: Vorladung gegen Pastoren zurückgezogen / Gerichtliche Vorladung an Pastoren (Georg Walter)

Houston (USA): UPDATE: Vorladung gegen Pastoren zurückgezogen (Georg Walter)

(Quelle: Georg Walter distomos.blogspot.de)

Nachdem Annise Parker, Bürgermeisterin von Houston (USA), von den Pastoren ihrer Stadt mittels Vorladung erzwingen wollte, dass alle Predigttexte der Pastoren, die sich mit sexueller Identität oder dem Nichtdiskriminierungsgesetz von A. Parker kritisch auseinandersetzen, den städtischen Behörden ausgehändigt werden (siehe: hier), hat sich breiter Widerstand gegen diesen Versuch der Einschränkung der Rede- und Meinungsfreiheit formiert (hier) – mit Erfolg! Annise Parker hat ihre Vorladung nun zurückgezogen, nachdem über 20.000 Bürger von Houston eine Petition eingereicht hatten. Ferner solidarisierten sich Tausende von Christen mit den betroffenen Pastoren in Houston. Parker erhielt über 1000 Bibeln und Predigten aus allen Landesteilen der USA.

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Gerichtliche Vorladung an Pastoren (Georg Walter)

(Quelle: Georg Walter distomos.blogspot.de)

US-Pastoren aus Houston erhalten Vorladung aufgrund von Äußerungen zur sexuellen Identität

Der US-amerikanische Nachrichtensender FoxNews berichtet über eine gerichtliche Vorladung an fünf Pastoren in Houston, in welcher gefordert wird, dass die Pastoren alle Predigten sowie Artikel übergeben müssen, die Homosexualität, sexuelle Identität oder Annise Parker, der ersten lesbischen Bürgermeisterin der Stadt, zum Inhalt haben. Christina Holcomb, Anwältin von Alliance Defending Freedom, die die Pastoren juristisch vertritt, bezeichnet dieses Vorgehen als „Inquisition“. „Kommentare zu politischen und sozialen Themen sind kein Verbrechen“, so Holcomb.

Die Vorladungen sind nur eine erneute Aktion des Stadtrates, der im Juni 2014 ein Nichtdiskriminierungsgesetz erlassen hat, das unter anderem erlaubt, dass Männer Damentoiletten benutzen dürfen und umgekehrt. Eine Unterschriftenaktion für eine Volksabstimmung zu diesem Gesetz wurde von über 50.000 Bürgern unterschrieben und erbrachte somit die erforderlichen Stimmen von 32731.

Auch 400 Pastoren in Houston – von den Südlichen Baptisten bis zu nicht organisierten Freikirchen – waren Unterschreiber der Petition gegen dieses Nichtdiskriminierungsgesetz. Steve Riggle, Pastor einer Megagemeinde in Houston, sieht in der gerichtlichen Vorladung einen Versuch, die Rede- und Religionsfreiheit einzuschränken und Pastoren zu verbieten, sich zu gesellschaftlichen Themen zu äußern. Auch Rev. Dave Welch gibt sich unbeeindruckt: „Wir haben keine Angst vor dieser Einschüchterung, wir sind überhaupt nicht eingeschüchtert. Wir werden unser Recht auf Redefreiheit (First Amendment) nicht aufgeben.“ Tony Perkins, Vorsitzender von Family Research Council, rief alle Pastoren USA-weit auf, sich hinter ihre Mitpastoren in Houston zu stellen.

Die Evangelikalen sind in der Frage der Homosexualität gespalten. Befürworter der LGBT-Szene plädieren für die Aufnahme und Anerkennung aller Personen mit unterschiedlicher sexueller Identität. Die religiöse Rechte lehnt dies ab. Der bekannte charismatische Wohlstandsprediger Joel Osteen, Pastor der größten Megagemeinde der USA, dessen Motto „God wants you to be happy“ (Gott will, dass du glücklich bist) lautet, hat zur Amtseinführung von Annise Parker einen Segen für die Bürgermeisterin gesprochen (hier). Auch der charismatische Vineyard-Pastor Ken Wilson (Michigan) hat ein Buch mit dem Titel A Letter to my Congregation veröffentlicht, wo er sich für die Akzeptanz von Homosexuellen ausspricht (hier)

Quelle: hier

 

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