„Paradies-Projekt“ – ein irdisches Projekt? (Siegfried Schad)

Erstveröffentlichung am 26.10.2014 – auf DSGVO-Konformität geprüft, am 02.07.2020 überarbeitet und wieder eingestellt

Vorweg: Ich bin ein Mensch, der womöglich mehr Vergebung für alle seine Schwachheit und Fehlerhaftigkeit von unserem HERRN JESUS CHRISTUS täglich benötigt, als viele meiner Leser. Woher nehme ich mir also immer wieder die Freiheit und kritisiere andere Christen in ihren Aufgaben und Ämtern? Meine Antwort ist schlicht: Ich bin diese Kritik meinem Herrn und Erlöser Christus schuldig. Denn Er sagt durch seinen Apostel Paulus:

1Tim 6,3 Wenn jemand anders lehrt und sich nicht an die gesunden Worte unsres Herrn Jesus Christus hält und an die der Gottseligkeit entsprechende Lehre,

1Tim 6,4 so ist er aufgeblasen und versteht doch nichts, sondern krankt an Streitfragen und Wortgezänk, woraus Neid, Hader, Lästerung, böser Argwohn entstehen.

1Tim 6,5 Zänkereien von Menschen, welche verdorbenen Sinnes und der Wahrheit beraubt sind und die Gottseligkeit für eine Erwerbsquelle halten, – von solchen halte dich ferne!

2Tim 4,3 Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich nach ihren eigenen Lüsten Lehrer anhäufen werden, weil sie empfindliche Ohren haben;

1Tim 4,7 Die ungöttlichen und altweibischen Fabeln aber weise ab, übe dich aber zur Gottseligkeit;

Tit 3,10 Einen sektiererischen Menschen weise ab nach einer ein- und zweimaligen Zurechtweisung,

Zusammengefasst sagt unser HERR, daß wir uns aus Streitereien heraushalten sollen, dennoch sind wir aber deutlich aufgefordert jeden der ein anderes „Evangelium“ bringt abzuweisen … und darum soll es heute wieder gehen:

Landauf und landab sind die Berater, Mentoren und Kulturarchitekten des Paradies-Projektes um Klaus Schönberg, Prof. Dr. Johannes Reimer, Kristian Furch, Harald Sommerfeld und anderen Mentoren in den deutschen Freikirchen, unterwegs. Vorrangig handelt es sich hierbei um FEGs und Baptistengemeinden die um eine Beratung des Teams vom Paradies-Projekt angesucht haben. (siehe auch früherer Artikel: Wenn Pragmatismus Glauben zerstört – das Paradies-Projekt (Siegfried Schad)). Es fällt mir persönlich sehr schwer, hingegebene Christen dieses Teams, die mir teilweise über Jahre persönlich bestens bekannt und lieb waren, in schärfster Weise zu kritisieren und davor zu warnen deren Beratungen anzunehmen.

OriginalKlaus Schönberg

https://www.facebook.com/klaus.schonberg.7?fref=ts

Unter den Worthülsen, dem Soziologen-Jargon und der Psychologie-Kompetenz dieses Beratungsansatzes, verbergen sich mitunter klassische Irrlehren die mit dem WORT GOTTES, der Bibel unvereinbar sind:

  • ich kann selber aus der Vergangenheit bezeugen und höre es auch andernorts, daß die Irrlehre der Allversöhnung (also, jeder wird gerettet bzw. begnadigt) von mindestens einem Protagonisten gelehrt wird, womit der Auftrag der Gemeinde Christi zu evangelisieren alleine schon ad absurdum gestellt wird. Das Argument, daß Gott zu viel Liebe hätte um Sünder in die ewige Verdammnis der Hölle zu übergeben, ist weder neu, noch originell und schon gar nicht biblisch. Es zersetzt viel mehr jede Gottesfurcht und das Bemühen um eine Heiligung im Leben eines Christen, sowie jeden inbrünstigen Versuch die Verlorenen zum einzigen Heil, dem Heiland und Erlöser Jesus Christus zu führen. Die Folge hiervon sind natürlich weitere Neu- und Umdeutungen des Auftrages der christlichen Gemeinde …
  • in der Folge soll eine Gemeinde kulturrelevant agieren und das Evangelium (verdünnt) kontextualisiert, angepasst an den kulturellen Kontext der Umgebung weitergeben … also, dem Moslem, läßt man seinen Propheten Mohammed (Insider-Bewegung), dem Rocker seine Lederkluft und sein Milieu, etc. … so haben sich das die Soziologen der emergenten Bewegung ausgedacht.
  • Im Kern geht es lediglich um eine Mitwirkung im (irdischen) „Reich Gottes“, daß durch in gewissem Sinn „christianisierte“ Menschen in Existenz gebracht werden soll. Biblische Eschatologie adé – eine  geistliche Wüste, soll die Herrlichkeit des Evangeliums Christi ersetzen! Faire Kakao-Preise (ich zitiere Tobias Faix), soziale Reparatursysteme, die Halbierung der welweiten Armut (Micha-Initiative) und ein multi-kulturelles, interkonfessionelles Miteinander stehen bei den Initiativen w.z.B. „gemeinsam für Berlin“ und „gemeinsam für Rhein-Main“ im Fokus unbesehen von der Tatsache, daß unser HERR JESUS verkündigte, daß sein Reich NICHT von dieser Welt wäre. Daß der Apostel Paulus auf dem Aeropag (Apg 17) etwa den griechischen Intellektuellen geraten hätte ihre Gesellschaft sozial und mitfühlend zu gestalten mutet geradezu lächerlich an … hingegen bezeugte Paulus in Schlichtheit und Demut die gute Nachricht der Versöhnung durch das Sühneopfer Jesu Christi mit Gott. Der hochgelehrte frühere Pharisäer Saulus hätte gewiß noch viele Menschenworte hinzuzufügen gewußt … jedoch erachtete er jede Menschenweisheit als Dreck: Phil 3,8 ja, wahrlich, ich achte auch alles für Verlust wegen der Vortrefflichkeit der Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe und es für Dreck achte, auf daß ich Christum gewinne.

Ich erinnere hiermit einen der Mentoren an ein privates Gespräch in dem wir darüber sprachen welche schwere Bürde und Verantwortung vor Gott ein Lehrer habe, die Lehren des Evangeliums Jesu Christi zu bewahren und schließe mit den Versen:

Offb 22,18 Ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen hinzufügen, die in diesem Buche geschrieben sind;

Offb 22,19 und wenn jemand von den Worten des Buches dieser Weissagung wegnimmt, so wird Gott sein Teil wegnehmen von dem Baume des Lebens und aus der heiligen Stadt, die in diesem Buche geschrieben ist.

[Anm.: ich bitte im Zweifel auch die Literaturempfehlungen des Paradies-Projektes in näheren Augenschein zu nehmen, die mit Autoren wie Alan Hirsch und Michael Frost einen eindeutig emergenten Charakter verraten – siehe hier (die Internetseite wurde entfernt)]

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