Neo-Christen (A.W. Tozer)

Ein neuer Dekalog wurde von den Neochristen unserer Zeit eingeführt, dessen erstes Gebot lautet, „du sollst nicht ablehnen“; und eine neue Sammlung von Seligpreisungen, die anfängt mit „Gesegnet sind, die alles tolerieren, denn sie müssen für nichts Rechenschaft ablegen“. Es ist heute eine akzeptierte Sache, in der Öffentlichkeit über religiöse Unterschiede zu reden, mit dem Verständnis, dass keiner den anderen bekehren oder die Irrtümer im Glauben anderer aufzeigen will.

Stellt euch vor, Moses hätte zugestimmt, an einer Podiumsdiskussion mit Israel über das Goldene Kalb teilzunehmen; oder Elias hätte sich in einen vornehmen Dialog mit den Baalspropheten eingelassen. Oder stellt euch unseren Herrn Jesus Christus vor, der eine geistige Verwandtschaft mit den Pharisäern sucht, um Differenzen auszubügeln.

Der Segen Gottes wird den Friedensstiftern verheißen, aber der religiöse Unterhändler sollte besser aufpassen. Dunkelheit und Licht können nie durch Gespräch zusammengebracht werden. Manche Dinge sind nicht verhandelbar.

A.W. Tozer, Gems From Tozer, 47-48

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