Christustag 2014: Ort der Verführung (Dr. Martin Erdmann)

(Quelle: Dr. Martin Erdmann http://veraxinstitut.ch)

Dass apologetische Arbeit nötig ist, zeigt u.a. auch das Geschehen am gestrigen Christustag in Stuttgart. Auf der dieser Veranstaltung kann man folgendes Bild von Margot Käßmann finden, über dem ein Zitat ihres Grußwortes stand.

Mir wurde ein „Offener Brief“ eines Teilnehmers an Dr. Michael Diener, dem Hauptverantwortlichen des Christustags zugesandt, der folgendes zum Ausdruck bringt.

Der Stuttgarter “Christustag 2014″ war Verführung im Großformat. Wohl erstmalig wurde auf einer evangelikalen Veranstaltung die Historisch-Kritische Theologie propagiert, die den christlichen Glauben zerstört. Frau Dr. Käßmann hat vorgeführt, daß sie KEINE Botschafterin der Reformation ist … Evangelischer Glaube ist sehr wohl an Lehre gebunden, damit Irrlehren wie die von Frau Käßmann abgewiesen werden können.

Im nächsten Jahr wird der Christustag Teil des Ev. Kirchentags, wie Dr. Michael Diener beim Abschlußsegen sagte. Was das bedeutet, ist schnell erfaßt, wenn man sich einmal die Geschichte der ehemals unter der Bezeichnung bekanntgewordenen Glaubenskonferenz „Gemeindetag unter dem Wort“ vor Augen führt (siehe den kurzen Wikipedia-Artikel: “… Den Unterschied zwischen Kirchentag und Gemeindetag beschreibt der Theologe Friedhelm Jung. So habe die Leitung des Kirchentages den „Absolutheitsanspruch“ der Schrift preisgegeben, der jedoch sei vom Gemeindetag als grundlegend angesehen worden.[… Jung zitiert in seiner Dissertation Künneth: „[Ist] die Wahrheit des biblischen Wortes unbedingt gültig oder nur eine bloß relativ gültige Anschauung neben anderen religiösen Auffassungen? Wird vom Kirchentag der ‘Absolutheitsanspruch’ der biblischen Autorität anerkannt oder steht er unter der Parole verschiedener, gleichberechtigter Wahrheitsaussagen?“):

Herr Matthies spricht in seinem, mir jetzt schon vorliegenden IDEA-Bericht von 18000 Teilnehmern, Diener hingegen von 21000. Aber was sind schon 3000 Teilnehmer mehr oder weniger? Doch selbst wenn sich nur 18000 Christen bei dieser Veranstaltung auf die Agenda der Transformationsbefürworter einstimmen ließen, sind das immer noch viel zu viele. Wenn der Christustag 2015 nur noch eine unter vielen Veranstaltungen beim Evangelischen Kirchentag sind wird, dann haben die jetzigen Verantwortlichen eines ihrer Hauptziele erreicht. Christliche Lehraussagen (Dogmen), wie sie von Margot Käßmann pauschal öffentlich kritisiert wurden, spielen dann wirklich keine Rolle mehr, sondern nur noch das “wir”-Gefühl, das dort entsteht, wo man sich eingebunden sieht inmitten einer großen Menschenmasse. Fast alle wollen auf dem Ev. Kirchentag irgendwie “christlich” sein, was das letztlich heißt, kann niemand so richtig definieren, weil eben die einzig legitime Grundlage des christlichen Glaubens, das irrtumslose, unfehlbare und ewig bestehende Wort Gottes, aufgegeben worden ist. Warten wir ab, ob sich nicht erneut eine Protestbewegung bilden wird, die wie der ehemalige Gemeindetag unter dem Wort ein klares “Nein” zur geistlichen Verführung spricht und diesen Entschluß im Organisieren einer Alternativveranstaltung unterstreicht. Zu wünschen wäre es. Sollte es so kommen, dürften zwei Dinge sicher sein: Dr. Michael Diener wird dann nicht den Abschlußsegen sprechen und Margot Käßmann wird darüber nur in der Presse lesen.

%d Bloggern gefällt das: