Kurz gesagt (S.Schad) / J. I. Packer: Der Evangelikalismus ist degeneriert (Georg Walter)

Kurz gesagt (S.Schad)

Ich liebe es, wenn es ein Mensch versteht Sachverhalte in wenigen Worten prägnant darzustellen. Die englische Wortwendung roughly said, mit der Bedeutung daß etwas grob, hart oder vereinfachend gesagt wird, ist für mich persönlich ein bedeutend bes-serer Ausdruck, als wenn Deutsche erstarrt in ihren Ritualen der Höflichkeit, die Dinge nicht mehr beim Namen nennen möchten und Allgemeinplätze und Worthülsen genü-gen sollen. Öfters ist die Wahrheit eher brutal als angenehm für das seelisch-fleisch-liche Wohlbefinden. Die Wahrheit ist ein Schwert und nicht etwa ein Kuschelseminar.

J.I. Packer, der von John MacArthur, sehr regelmäßig zitiert wird bringt es auf den Punkt … er sagt ganz einfach dies, was Allianz-Leiter in ihrer Ambivalenz zu dem Wort Gottes leugnen … der Evangelikalismus ist in großen Teilen korrupt und 20 Jahre später, nach dieser Aussage, auf dem direkten Weg zur abgefallenen Kirche.

J. I. Packer: Der Evangelikalismus ist degeneriert (Georg Walter)

(Quelle: Georg Walter distomos.blogspot.de)

J. I. Packers Urteil über den Evangelikalismus vor über zwei Jahrzehnten war ernüchternd. In seinem aus dem Jahre 1990 stammenden Vorwort zu dem Buch A Christian Directory des Puritaners Robert Baxter urteilt er:

„Er [der Evangelikalismus] ist egozentrisch, selbstgefällig,  grob vereinfachend, degeneriert, mit halb-magischen Zauberformeln – all das sieht die Welt, wenn sie christliche Fernsehsender einschaltet oder sich bekennende Evangelikale direkt betrachtet… Unser ‚Wie man…‘ – wie man eine wunderbare Familie, guten Sex, finanziellen Erfolg in einer christlichen Weise haben kann, wie man mit Sorgen, Lebensnöten, Krisen, Furcht, Frustrationen, Beziehungen und was sonst noch fertig wird – gibt uns Formeln an die Hand, denen man folgen soll, indem wir eine Reihe angeblich einfacher Handlungen tun – wie das Malen nach Zahlen.“

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