Nicht Ihr habt mich erwählt, oder etwa doch „gemeinsam für Berlin“? (Siegfried Schad)

Joh 15,16 Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und gesetzt, daß ihr hingehet und Frucht bringet und eure Frucht bleibe, auf daß, was irgend ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er es euch gebe.

2Tim 1,8 So schäme dich nun nicht des Zeugnisses unseres Herrn noch meiner, seines Gefangenen, sondern leide Trübsal mit dem Evangelium, nach der Kraft Gottes;

Ließ sich noch George Whitfield, der größte Evangelist aller Zeiten (siehe hier) für das Evangelium mit Kot und toten Katzen bewerfen, so gibt es dieser Tage Viele, die glauben man könne ganze Städte mit einem Lächeln zum Herrn und Erlöser Jesus Christus transformieren. Daß der Herr dabei sagt, daß ER erwählt und wir eine persönliche Aufgabe haben, hinzugehen und Frucht zu bringen, das Evangelium unseren nächsten Menschen im Umfeld weiter zu sagen, wird bei diesem kulturell kontextualisierten ökumenischen Aktionsbündnissen auf dem Weg zum Reich Gottes auf dieser Welt, angeführt von Kultur-Architekten, bedauerlicherweise ignoriert. Auch daß wir uns des Evangeliums nicht schämen sollen und dabei Leiden erfahren werden, wenn wir abgelehnt werden, interessiert die Aktionisten der urbanen Transformation wenig … stattdessen singt man fröhlich: „Fahr mit im Kli-Kla-Klawitter-Bus … Bei uns passt jeder rein, ob groß – ob klein.“ … ob evangelisch, katholisch, emergent … oder, oder, oder, ergänze ich an dieser Stelle auf das Lied einer bekannten TV-Kinder-Serie der 70er Jahre.

Worüber spreche ich? Es geht um „gemeinsam für Berlin“, ein Aktionsbündnis daß von seinen Anhängern w.f. beschrieben wird:

GEMEINSAM FÜR BERLIN e.V. ist ein ökumenisches Netzwerk im Großraum Berlin, das Einzelne, Initiativen, Gemeinden und Kirchen zum Dienst in der Stadt verbindet und ermutigt. Ziel ist es, dass in möglichst vielen gesellschaftlichen Bereichen der Stadt durch das Gebet, das Reden und Handeln der Christen und Christinnen positive Auswirkungen des Evangeliums spürbar werden.

Gibt es also Gründe für eine besondere Besorgnis was sich in Berlin dort tut? Ich denke schon! Schauen wir uns, neben dem ökumenischen Aspekt an, wer die handelnden Personen sind und mit welchen Netzwerken sie verbunden sind.

Ich beginne mit Dr. Bianca Dümling, der neuen Leiterin der interkulturellen Arbeit von „gemeinsam für Berlin“, (siehe Vorstellung hier) die gleichzeitig die stellvertretende Vorsitzende der neuen Denkfabrik Berliner Institut für urbane Transformation ist … so weit so gut … und wer sind die? Ich hatte nach meinem Artikel Transformationsbewe-gung auf dem Vormarsch einen freundlichen, aber kontroversen Austausch mit Dr. Rainer Schacke dem Leiter des Institutes und gab ihm die Gelegenheit einer Stellungnahme: Stellungnahme des Berliner Instituts für Urbane Transformation (Dr. Rainer Schacke) / Kommentar (Siegfried Schad)

Ich bin sehr erfreut darüber, daß Herr Dr. Schacke diesen dominionistisch geprägten Reich-Gottes-Passus aus der Homepage des Instituts entfernt hat und zusätzlich erklärt, was er persönlich unter Transformation versteht – siehe unter dem Abschnitt Vision hier

Ich versuchte in meinem Gespräch mit Dr. Schacke und in meinem Kommentar zu seiner Stellungnahme zu überzeugen und deutlich zu machen, daß Lemma wie Transformation, Missiologie, interkultureller Kontext, also Kontextualisierung des Evangliums zu der Terminologie und den Irrlehren der extrem-charismatischen dominionistsischen NAR-Bewegung C. Peter Wagner´s oder der Königreich-Jetzt-Bewegung Emerging Church, untrennbar gehören. Diese Begriffe sind stark besetzt von einer falschen Theologie der Mission und der Evangelisation, die Dr. Schacke auch theologisch und inhaltlich ablehnt (siehe seine Stellungnahme).

Handelt es sich bei dieser Kontroverse um fruchtlose Wortklauberei oder „fromme“ Rechthaberei? Mitnichten! Wir machen einen kurzen Kameraschwenk und sehen uns die Protagonisten der Netzwerke einmal etwas näher an:

Da wäre Harald Sommerfeld Berater für urbane Transformation und 1. Vorsitzender von „gemeinsam für Berlin“. Harald Sommerfeld vertritt eindeutige Reich-Gottes-emergente Standpunkte und ist Mitglied des sogg. Paradies -Projektes, meines früheren Pastors Klaus Schönberg und einer einschlägig bekannten Personalie, Prof Dr. Johannes Reimer, der die Gesellschaftstransformation in Deutschland neben Tobias Faix vorantreibt wie kein Zweiter. Siehe: unsere Berater, Mentoren und Kulturarchitekten (Anm.:HP gelöscht)

Prof. Dr. Reimer ist ein Kapitel für sich – siehe mehrere Artikel auf dieser Seite HIER.

Die Nähe zu radikal-emergenten, synkretistischen Irrlehrern wie Erwin MacManus und seiner Mosaic– „Gemeinde“ drückt sich nicht alleine durch dessen kreierten Titel des Kulturarchitekten (anstatt Pastor) aus, den sich die Herren des Paradies-Projektes verleihen, sondern auch durch deren Literaturempfehlungen (siehe hier) … nach MacManus, ist Alan Hirsch (siehe “Vergessene Wege” – oder unbiblische Wege die wir schnell vergessen sollten) ein weiterer Sündenfall auf dem Weg zu der post-modernen New-Age-Religionsvermischung.

Um eine glaubwürdige evangelistische Arbeit durchzuführen, bedarf es keiner Allianzen, keiner Ökumene und keiner Transformation, sondern nur einer Hand voll brennender Christen, die das tun was ihnen Jesus Christus aufgetragen hat und Einzelne werden gerettet. Transformation ist eine Ersatzreligion und ihr Ursprung ist weder christlich, noch mit dem Evangelium vereinbar – sie ist heidnisch und stammt aus der New-Age-Bewegung, übernommen auch von den dominionistischen Königreich-jetzt-Bewegungen diverser Strömungen. Gottes Wort warnt uns vor dem Umgang mit sektiererischen Menschen … Tit 3,10 Einen sektiererischen Menschen weise ab nach einer ein- und zweimaligen Zurechtweisung

Fazit: Dieses Aktionsbündnis wird keine Böcke zu Schafen machen, jedoch echte Christen verführen und zu Mitarbeitern des breiten Weges der Welteinheitskirche transformieren.

 

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