Die Marburger Brutstätte der Irrlehren (Siegfried Schad) / Dozent am Marburger Bibelseminar: Allah ist auch der Gott der Christen (TOPIC)

Die Marburger Brutstätte der Irrlehren (Siegfried Schad)

Was den dominionistischen US-Pastoren ihr Fuller Theological Seminary ist (siehe Artikel hier) das ist hierzulande mbs, das Marburger Bibelseminar, die Brutstätte in Fragen der frommen Gesellschaftstransformation. Die Hauptakteure Prof. Dr. Johannes Reimer und Dr. Tobias Faix waren hier schon häufiger Gegenstand der Betrachtung.

Daß ausgerechnet aus diesem Umfeld Religionsvermischung kommt, wie der nachfolgende Artikel berichtet, ist im Zusammenhang mit der Lehre über eine transformierte Gesellschaft nicht so überraschend: Beides sind Ziele der New-Age-Bewegung und der UNO auf dem Weg zu einer Neuen Weltordnung.


Dozent am Marburger Bibelseminar: Allah ist auch der Gott der Christen

(Quelle: TOPIC)

„Kennen Sie die Bibel? – Können Sie über Glaubensfragen genau und gewiss Auskunft geben?“ So fragte einer der ersten Prospekte des Marburger Bibelseminars (mbs) und wollte damit 1971 interessierte junge Leute aus den Kreisen der ev. Gemeinschaften zum Studium gewinnen. Das Marburger Bibelseminar gehört zum Deutschen Gemeinschafts-Diakonieverband (DGD) und ist Mitglied im Ev. Gnadauer Gemeinschaftsverband. Auf seiner Internetseite postuliert der DGD: „Wir sehen unseren Auftrag darin, Menschen auf vielfältige Art zum Glauben an Jesus Christus einzuladen.“ Doch stimmt diese hehre Aussage noch? Einer der Dozenten des mbs behauptet nämlich – erst jüngst öffentlich vor 350 Studierenden in Marburg –, dass Christen, Muslime und Juden an denselben Gott glauben!

Der mbs-Dozent Professor Miroslav Volf ist nicht irgendwer. Er ist hauptsächlich an der amerikanischen Elite-Universität Yale tätig und lehrt dort Systematische Theologie. Sein Buch „Von der Ausgrenzung zur Umarmung. Versöhnendes Handeln als Ausdruck christlicher Identität“ gehört laut dem US-Nachrichtenmagazin Christianity today (Christentum heute) zu den „100 wichtigsten christlichen Büchern des 20. Jahrhunderts“. Nach Marburg kommt der Sohn eines Pfingstpastors als Gastprofessor.

Mitte März war er der Hauptredner beim „6. Studientag Gesellschafts-Transformation“, einem speziellen Studiengang des mbs, den hauptsächlich Dr. Tobias Faix verantwortet. Der Redakteur der Ev. Nachrichtenagentur Idea, Carsten Huhn, nahm an diesem Studientag teil und schildert in einem Kommentar, wie Volf den Studierenden darlegte, dass Allah auch der Gott der Bibel sei. Das stehe sogar im Koran in der Sure 29: „Unser Gott und euer Gott ist der gleiche!“ Auf die Frage: „Glauben Christen und Muslime an denselben Gott?“ antwortete der in Kroatien geborene Theologe mit einem klaren „Ja!“. Für Volf ist es auch denkbar, dass Christen und Muslime einen gemeinsamen Gottesdienst feiern könnten. Volf: „Viele muslimische Gebete kann ich ohne weiteres beten.“

Laut Carsten Huhn, den TOPIC befragte, habe es wegen dieser Aussagen keine Proteste in der Zuhörerschaft gegeben – nur kritische Nachfragen. Diese Proteste hätten aber aus der Schar der angehenden Gemeinschaftsprediger kommen müssen, oder das mbs lehrt nicht mehr das, womit man einmal angetreten ist: „Kennen Sie die Bibel?“ Denn jeder, der die Bibel kennt, weiß, dass Allah nicht der Gott der Bibel sein kann, weil Gott es selbst in seinem Wort darlegt: „Wer ist nun ein Lügner? Es ist der, der abstreitet, dass Jesus der Messias ist. Wer das leugnet, ist der Christusfeind. Er lehnt nicht nur den Sohn, sondern auch den Vater ab. Denn wer den Sohn leugnet, hat keine Verbindung zum Vater“ (1 . Johannes-Brief Kap. 2, Verse 22 und 23).

Interessant ist, dass selbst der Koran die biblische Sicht in mehreren Suren bestätigt: „Oh, ihr Volk der Schrift [= der Christen], übertreibt nicht in eurem Glauben und saget von Allah nichts als die Wahrheit. Der Messias, Jesus, Sohn der Maria, war nur ein Gesandter Allahs … Allah ist nur ein einziger Gott. Fern ist es von seiner Heiligkeit, dass er einen Sohn haben sollte … Es ziemt Allah nicht, sich einen Sohn zuzugesellen.“

TOPIC Nr. 04/2013

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