Zeugnis: Ich war ein Charismatiker mit „Antennen“ (Siegfried Schad) / „Mehr von Gott“ = weniger von Gottes Wort? (Warren B. Smith)

Erstveröffentlichung am 24.01.2014 – auf DSGVO-Konformität geprüft, am 03.07.2020 überarbeitet und wieder eingestellt

Ich war ein Charismatiker mit „Antennen“ (Siegfried Schad)

Gestern gerade hatte ich mit einem Gesprächspartner über meine charismatische Zeit gesprochen und heute begegne ich dem nachfolgenden Artikel auf Georg Walter´s Blog distomos.blogspot.de von Warren B. Smith, der den folgenden Satz enthält:

[Zitat] Ehemalige Esoteriker und Anhänger des New Age haben für den New Age Sauerteig, der im Grunde eine Form der Mystik ist und neben der „christlichen“ Mystik, vor allem katholischer Prägung, immer weiter um sich greift, eine sehr feine geistliche Antenne. [Zitat Ende]

geistliche_Antenne

Trotzdem ich insgesamt 6 Jahre in der pfingst-charismatischen Bewegung, (nach Umzügen) in  verschiedenen Gemeinden zugebracht hatte, gab es  nicht wenige Sauerteig-Lehren, die ich vehement abgelehnt hatte. Zum völligen Unverständnis meiner Geschwister, lehnte ich die Geistestaufe als unbiblisch ab, sowie auch die Lehre, der charismatischen Ikone Derek Prince, über Befreiungsmaßnahmen von Ahnenschuld, etc. … ich könnte eine lange Liste aufstellen über alle möglichen etablierten Irrlehren und irrlehrende Personen, die keinen Eingang in mein persönliches Glaubensleben fanden. Mein persönliches Einfallstor für charismatische Lehren reduzierte sich fast ausschließlich auf den bösen Irrglauben, daß das Werk des Herrn Jesus ergänzt werden müßte durch einen Befreiungsdienst von Dämonen (siehe hier auf diesem Blog mehrere Artikel über meine Erlebnisse). Ich glaubte, daß viel fleischliches und sündhaftes Wirken eines Christen damit zusammenhängen müßte, daß noch dämonische Bindungen aus dem Vorleben, vor der Bekehrung, Einfluß auf ein Kind Gottes haben könnten. Meine Begründung hierfür war, bar jedem Verständnis über Heilszeiten (Dispensationen), daß unser Herr Jesus als der Messias vor den Israeliten Dämonen ausgetrieben hatte und seinen Jüngern ebenfalls die Vollmacht über diese übertragen hatte.

Mk 3,14 Und er verordnete zwölf, daß sie bei ihm wären und daß er sie aussendete zu predigen Mk 3,15 und daß sie Macht hätten, die Dämonen auszutreiben.

Daraus folgerte ich, daß dieser Auftrag des Herrn Jesus für alle künftigen Generationen der Gläubigen fortbestehen müsse. 15 Jahre meines Glaubenslebens hielt ich, völlig überzeugt, an diesem schlimmen Irrtum fest, bis mir der Herr Jesus in seiner Gnade die Augen öffnete.

In meinem gestrigen Gespräch mit oben erwähntem Gesprächspartner erörterten wir die Frage, warum ich, obwohl in charismatischen Irrtümern behaftet, trotzdem ziemlich „wasserdicht“ war für eine Unzahl an Irrlehren mit denen man automatisch im Umfeld pfingst-charismatischer Gemeinden in Berührung kommt … und die Antwort ist im obigen Zitat enthalten: Es ist Gottes Bewahrung, daß er geradezu Diejenigen, die zuvor in okkulten Dingen verstrickt waren, mit einer feinen geistlichen Antenne ausstattet. Ich habe zahlreiche charismatische Veranstaltungen im gesamten Lauf meines Glaubenslebens besucht und stellte immer wieder Gefühle der Beklemmung, Empörung über das Gehörte, bis hin zu dem Wunsch das Geschehen fluchtartig zu verlassen fest, häufig ohne einen äußeren Anlaß hierfür zu erkennen.

Liebe Geschwister, sofern ihr keine persönliche Erfahrungen mit der Charismatik gemacht habt, bitte stellt Euch das nicht so vor, daß es immer wie in einem Tollhaus zugeht … ganz im Gegenteil manchmal … ich habe öfters ernsthaftere pfingst-charismatische Gemeinden kennengelernt, als so manche Baptisten- oder FEG-Gemeinde daher kam … und, stellt es Euch auch bitte nicht so vor, daß die Irrlehren stets so offensichtlich wären, daß man nur die Bibel aufschlagen müsse … bewahrt Euch bitte vor diesem Hochmut und bedenkt, daß ein hervorragender Lehrer und Buchautor wie Rudolf Ebertshäuser, sowie auch Buchautor und Blogger Georg Walter, ebenfalls über Jahre in pfingst-charismatischen Irrlehren gebunden waren, bis ihnen Zweifel kamen! Oft ist dies nur eine Frage der anfänglichen Belehrung die einem Kind Gottes das gerade zum Glauben an den Herrn Jesus gekommen ist, zuteil wurde.

Durch meine persönlichen Erfahrungen im okkulten Bereich, zu denen vor meiner Bekehrung 1997 die Transzendentale Meditaion des Maharishi Mahesh Yogi und auch Seancen gehörten, glaubte ich nach meiner Bekehrung zu Jesus Christus und dem Einfluß einer Person die mich auf diesem Weg begleitete, daß es für mich, der mit dämonischen Mächten in Berührung gekommen war, einer besonderen Reinigung bedürfte und ich öffnete mich für Irrlehren zu Befreiungsdiensten von Dämonen an Christen. Interessant bleibt für mich jedoch im Rückblick, welchen zahlreichen Einflüssen ich, mit der Gnade und Führung unseres Gottes, widerstehen konnte. Eine implantierte Antenne des Heiligen Geistes gegen Ungesundes und dämonisch getriebene Irrlehrer hatte mich vor vielem bewahrt – dem Herrn Jesus sei hierfür mein Dank und ihm alleine die Ehre.

„Mehr von Gott“ = weniger von Gottes Wort? (Warren B. Smith)

(Quelle: Georg Walter distomos.blogspot.de)

Es ist noch nicht lange her, dass New Age Begriffe sichere Kennzeichen für die New Age/metaphysische Orientierung einer Person waren. Solche Begriffe findet man heute in Büchern wie Ich bin bei Dir – 366 Liebesbriefe von Jesus Jesus Calling

Warren B. Smith

Im Alten Testament wird uns eine Geschichte erzählt, die sich während der vierzigjährigen Wüstenwanderung des Volkes Israel ereignete – und von der Paulus sagt: „Alle diese Dinge aber, die jenen widerfuhren, sind Vorbilder, und sie wurden zur Warnung für uns aufgeschrieben, auf die das Ende der Weltzeiten gekommen ist“ (1Kor 10,11). Es handelt sich um den Bericht über das Manna, das die Israeliten aus dem Himmel empfingen, um ihren Hunger zu stillen. Im Namen des Herrn gebot Mose dem Volk, vom Manna zu sammeln, soviel sie zum Essen brauchten. Doch die Geschichte zeigt, wie oft die Herzen von Gottes Volk auf eigene Wege sinnen. „Aber sie gehorchten Mose nicht; denn etliche ließen davon übrig bis zum Morgen. Da wuchsen Würmer darin, und es wurde stinkend. Und Mose wurde zornig über sie“ (2Mo 16,20). Die Israeliten wollten mehr, sie gaben sich nicht zufrieden mit dem, was Gott ihnen geschenkt hatte – und es wurde stinkend.
. . . . . W E I T E R L E S E N (Anm.: 03.07.2020 distomos.blogspot.de wurde von Georg Walter leider aufgegeben)

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