Scheinbekehrungen (Siegfried Schad) / Scheinbekehrte finden die Wahrheit (Georg Walter)

Scheinbekehrungen (Siegfried Schad)

Mancheiner möchte bei dem nachfolgenden Artikel frohlocken in der Weise: „Das kann ja nur bei den Charismatikern passieren, aber nicht bei uns!“ Weit gefehlt, geehrter Bruder oder geehrte Schwester, die Scheinbekehrten sitzen überall – in jeder Denomination und fast jeder grösseren Versammlung! Häufig sind sie unauffällig und schwimmen mit dem Strom, manchmal geben sie sich als  Neuerer … das neueste Liederbuch, die neueste Evangelisationsmethode … manchmal sind sie der Anlaß für Streit in der Gemeinde oder ebenso wenig durchschaubar wie Judas sich unter den anderen Jüngern bewegte. Sie sind das Unkraut im Weizen.

Mt 13,29 Er aber sprach: Nein! damit ihr nicht, indem ihr das Unkraut zusammenleset, zugleich mit ihm den Weizen ausraufet.

Mt 13,30 Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte will ich den Schnittern sagen: Leset zuerst das Unkraut zusammen und bindet es in Bündel, daß man es verbrenne; den Weizen aber sammelt in meine Scheune!

Traurigerweise werden viele Scheinbekehrte durch jahrelangen Gottesdienstbesuch förmlich immunisiert gegen das Wort Gottes – sie hören es und halten es fürwahr, glauben es jedoch nicht. Der nachfolgende Bericht gehört zu den sehr erfreulichen Zeugnissen von Gottes Gnadenwirken. Gleichzeitig möchte ich auf ein ähnliches Zeugnis verweisen, von der Ehefrau des Evangelisten Paul Washer, wie der HERR JESUS ihren Unglauben aufdeckte:  Zeugnis (Charo Washer & Paul Washer)

Scheinbekehrte finden die Wahrheit (Georg Walter)

(Quelle: distomos.blogspot.de)

Das Ehepaar Vincent und Lori Williams schrieben gemeinsam das Buch Falsified – The Danger of False Conversion (Fälschung – Die Gefahr falscher Bekehrungen). Sie beschreiben darin, wie sie als Scheinbekehrte viele Jahre christliche Gemeinden besuchten, im Glauben wahre Christen zu sein. Der Herr in seiner Gnade öffnete ihnen die Augen für ihren Zustand und schenkte ihnen die Wiedergeburt. Sie berichten in ihrem Buch über ihre Erlebnisse als fromme Scheinbekehrte. Unter anderem waren sie Verführte durch das Wohlstandsevangelium. Wie sie jene Zeit heute sehen, schildern sie hier (Auszug aus dem Kapitel „Die Wort-des-Glaubens-Bewegung und das Wohlstandsevangelium):

„Männer und Frauen sind national und international im Fernsehen zu sehen und ‚predigen‘, dass Gott will, dass alle Menschen immer gesund und wohlhabend sind, was Wohlstand in allen Dingen zu allen Zeiten bedeutet. Viele unter ihnen predigen, dass wir sogar ‚kleine Götter‘ sind, denn schließlich sind wir im Bilde Gottes geschaffen. Einige gehen sogar so weit, dass sie sagen, wir sind alles, was Gott ist, war und immer sein wird. Viele von ihnen behaupten, andere Menschen heilen zu können, Dämonen auszutreiben, Zukunftsprophetien auszusprechen. Einige von ihnen behaupten, Reisen in den Himmel gemacht zu haben, direkte Offenbarungen von Gott zu empfangen oder persönliche Unterhaltungen mit Gott zu führen. Diese ‚Prediger‘ bekennen, Gott zu kennen, aber sie verleugnen ihn in dem, was sie tun. Sie sind Verführer, die nicht lehren sollten, aber sie tun es aus einem Grund und einem Grund allein. Geld.

Lori war verführt von zwei dieser Lehrer, Joel Osteen und Joyce Meyer. Ich ging durch eine Zeit, in der ich krank war, nichts lebensbedrohliches, aber eine Zeit, in welcher mein Leib fast das gesamte Jahr von Schmerzen heimgesucht war. Ich ging Joel Osteen in die Falle und schaute immer dienstags seine Sendung und las sein Buch. Ich nahm ihm seine Lüge ab und sagte mir selbst immer wieder ‚Ich bin ein Sieger und kein Opfer‘, um die Krankheit zu überwinden. Ständig machte ich Aussagen, die mich selbst bestätigten, so wie Joel es im Fernsehen sagte, aber gleichzeitig lebte ich in totaler Rebellion gegen Gott. Ich hatte kein wahres Verständnis von Gottes Souveränität oder davon, dass die Krankheit möglicherweise das Wirken Gottes in meinem Leben war, um mir etwas zu sagen. Dieser Gedanke kam nie in mir auf. Ich hörte wieder und wieder, dass Gott es nicht will, dass es uns schlecht geht oder dass wir krank sind, sondern dass er will, dass wir ein siegreiches Leben führen. Wäre ich Gottes Wort gefolgt, hätte ich schnell merken müssen, dass ich weit weg war von dem Leben der Apostel, und diese waren Männer, die Gott auserlesen hatte. Ihr Leben wurde härter, je länger sie lebten. Sie wurden verfolgt, sie waren ohne ein Zuhause, sie waren arm und in Gefängnissen, und dennoch waren sie gesegnet. Dies waren die Wahrheiten, in denen ich eigentlich hätte verwurzelt sein müssen, und dennoch war dies nicht der Fall. Ich war damit beschäftigt, dass ich einem Selbsthilfe Guru auf der Mattscheibe vertraute, der mir sagte, mir würde es besser gehen, wenn ich nur genug Glauben hätte. Wo findet sich in der Bibel das Wohlstandsevangelium? Es ist nicht da. Uns wird nicht ein gutes und leichtes Leben in dieser Welt versprochen, aber wir haben die Verheißung in Matthäus 28,20: ‚Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt.‘ Nachdem der Herr mich allmählich heilte, wandte ich mich in meiner Unwissenheit einer anderen falschen Lehrerin zu. Dieses Mal wurde die Wahrheit nicht nur verdreht, sondern es geschah durch eine Person, die noch nicht einmal lehren sollte, Joyce Meyer…

Ich schaute Joyce Meyer gewöhnlich jeden Morgen im Fernsehen an, bis ich von ihrer Scharfsinnigkeit und ihrem kecken Gehabe errettet wurde. Ich dachte mir immer, sie sagt es, so wie es ist! Ich erinnere mich daran, dass ich dachte, ihre ‚Predigten‘ über den Kampf im Denken seien phänomenal. Sie sagte mir, wie ich Dinge überwinden und vorwärts gehen konnte. Es war ein großer Unterschied zu Joel Osteen. Joel war fröhlich und verbreitete gute Stimmung, Joyce war ernst, ohne Firlefanz und kam stets direkt zur Sache. Sie lehrte das falsche Evangelium, dass wir kleine Götter sind. Ich schickte ihr eine E-Mail und bat um Gebet. Erst Wochen später erhielt ich Antwort von ihrem Dienst und wurde fast genötigt, eine Spende zu geben, damit ich weiterhin gesegnet würde; ich sollte Geld in einem Umschlag an ihren Dienst zurücksenden. Das tat ich mehrfach, bis ich umzog. Viele Frauen, die Willensstärke in einer Frau lieben, fahren auf Joyce Meyer ab und auf alles, was sie ihnen verkauft. Das ist nicht der Charakter einer gottesfürchtigen Frau…“

Vincent & Lori Williams, Falsified – The Danger of False Conversion, WestBow Press, 2012, S.37-38.

%d Bloggern gefällt das: