The Family – „eine schrecklich nette Familie“ (Siegfried Schad) / Vortrag Dr. Martin Erdmann / Artikel Georg Walter

The Family – „eine schrecklich nette Familie“ (Siegfried Schad)

In den nachfolgenden Beiträgen von Dr. Martin Erdmann (http://veraxinstitut.ch) und Georg Walter (distomos.blogspot.de) erfahren wir von einer „schrecklich netten Familie“, einem exklusiven, verschwiegenen und der Öffentlichkeit unbekannten Kreis, der den interreligiösen Dialog vorantreibt: The Family.

Was hat dieser Kreis, der aus eingeladenen Grössen aller gesellschaftlichen Bereiche der verschiedenen Nationen besteht mit den dominionistischen Zielen zu tun – bzw. welche Verbindungen bestehen umgekehrt ? Fakt ist, dass sowohl die eine als auch die andere Lobby auf eine „Neue Weltordnung“ (NWO) abzielt – mit einem gemeinsamen Feind: Den Exklusivisten*, den bibeltreuen Evangelikalen mit der Heilslehre des Herrn Jesu Christi und dessen exklusiver Erlösung einzelner Personen.

Der markante, im Licht des Wortes Gottes betrachtete, sogar eklatante Unterschied in der Lehre zu den Dominionisten ist, dass das Evangelium Jesu Christi nirgendwo von der Umwandlung (Transformation) oder gar der Erlösung gesellschaftlicher Bereiche (siehe hierzu „7 Berge“ od. „7 Sphären“), oder ganzer Nationen spricht – jedoch die Protagonisten, w.z.B. Mitinitiator der „Family“ Billy Graham, manchmal in Hntergrundgesprächen die wahre hässliche Fratze ihrer Absichten erkennen lassen (siehe hierzu Wikipedia – illegal mitgeschnittene Tonbänder eines Gespräches zwischen Billy Graham und US-Präsident Richard Nixon).

[Zitat Billy Graham:] „Eine Menge Juden sind gute Freunde von mir, sie umschwärmen mich und sind freundlich zu mir, denn sie wissen, dass ich freundlich zu Israel bin. Aber sie wissen nicht, wie ich wirklich darüber denke, was sie mit diesem Land machen. Und ich habe nicht die Macht das zu ändern, habe keine Möglichkeit anders mit ihnen umzugehen, aber unter angemessenen Umständen würde ich mich dagegen wehren.“ [Zitat Ende]

Die öffentliche Heuchelei vor den Mikrofonen der Welt und der gleichzeitige  Hass auf bibetreue Evangelikale, den Billy Graham immer wieder äusserte, und das erwählte Volk Gottes, die Juden, sind die offenbaren Zeichen eines anti-christlichen Geistes.

Hören Wir mehr von Dr. Martin Erdmann in seinem Vortrag „Die systematische Verführung durch die evangelikale Machtelite“ und lesen wir mehr in Georg Walters Artikel „Zapatero, Billy Graham und das 58. Nationale Gebetsfrühstück“.

*(Anm.: Im Gegensatz zu den Inklusivisten, w.z.B. Billy Graham, der unter dem Beifall Robert Schullers, behauptete dass er sicher wäre, dass er die Anhänger aller Religionen im Himmel sehen würde – siehe Dr. Martin Erdmanns Buch „der Griff zur Macht“ Seite 71)


 

Die systematische Verführung durch die evangelikale Machtelite (Dr. Martin Erdmann)

Dr. Martin Erdmann sprach auf der Betanien-Konferenz 2011 über das Thema „Die systematische Verführung durch die evangelikale Machtelite“.

Video nicht mehr verfügbar


Zapatero, Billy Graham und das 58. Nationale Gebetsfrühstück (Georg Walter)

(Quelle: Georg Walter http://www.distomos.blogspot.de)

Der spanische Sozialist und Premierminister Jose Luis Rodriguez Zapatero reiste Anfang Februar 2010 eigens in die USA, um am 58. National Prayer Breakfast – dem Nationalen Gebetsfrühstück mit dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama – teilzunehmen. Jeweils am ersten Donnerstag des Februars jeden Jahres findet in Washington das National Prayer Breakfast statt, zu dem über 3.500 Gäste aus über 100 Ländern geladen werden. Von den deutschen Politikern waren dieses Jahr Burkhard Jung (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Leipzig, und Marino Freistedt (CDU), Hamburger Politiker, anwesend.

Mitinitiator dieser seit über 50 Jahre alten Tradition war Billy Graham. Er schreibt in seiner Biographie: „Während Eisenhowers Amtszeit waren einige von uns an der Gründung des Presidential Prayer Breakfast, wie es damals genannt wurde, beteiligt (heute National Prayer Breakfast). Und so fing die ganze Sache an: Anfang der fünfziger Jahre lernte ich in Portland, Oregon, einen bemerkenswerten Mann namens Abraham Vereide kennen. Er erzählte mir von regelmäßigen Gebetstreffen für Geschäftsleute… er erzählte mir von seinem dringenden Wunsch, führende Politiker mit dem Evangelium zu erreichen… und berichtete mir von seinem Plan, ein jährliches Gebetsfrühstück mit dem Präsidenten zu veranstalten.“1

Graham schildert, wie er Abraham Vereide in seinem Vorhaben bestärkte und ihm dabei behilflich war, mit finanzieller Unterstützung des Hotelmagnaten Conrad Hilton das 1. Presidential Prayer Breakfast unter Präsident Eisenhower ins Leben zu rufen. Graham erläutert: „Bei nahezu allen der ersten fünfzehn Gebetsfrühstücke hielt ich die Hauptansprache. Ich nutzte die Gelegenheit, das Evangelium zu predigen und sogar einen klaren Ruf zur Entscheidung für Christus auszusprechen.“2 Abraham Vereide organisierte bereits in den vierziger Jahren Gebetstreffen mit Kongressabgeordneten und gründete1935 landesweit ein evangelikales Netzwerk unter dem Namen The Family – auch bekannt unter der Bezeichnung International Christian Fellowship (ICL). The Family hatte sich das Ziel gesetzt, einen christlichen Elite-Fundamentalismus zu schaffen, um die Gesellschaft durch „von Gott geführte“ Politiker und Unternehmer zu beeinflussen.

Sowohl Vereide als auch Billy Graham unterlagen der Täuschung, dass sie mit der Gründung des Nationalen Gebetsfrühstücks in der Politik Fuß fassen könnten. Politik ist in der Regel pluralistisch ausgerichtet, d.h., Politik strebt alleine schon aus machtpolitischen Erwägungen nahezu immer den Konsens an. Der Versuch, die Politik für den Evangelikalismus zu instrumentalisieren, war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Jesus Christus ist eben ein Erlöser-Messias und kein politischer Messias. So war absehbar, dass das Nationale Gebetsfrühstück über Jahrzehnte seine ursprünglich christliche Ausrichtung immer mehr verlieren und zu einem interreligiösen Treffen werden würde.

Wie wir der Autobiographie Billy Grahams entnehmen können, war der bekannte Evangelist über viele Jahre der Hauptsprecher dieser Veranstaltungen. Und Billy Graham sah sich nicht nur als einen Botschafter des Evangeliums an, sondern er trat auch als ein Protagonist des Neoevangelikalismus auf. Anders als der Fundamentalismus oder der konservative Evangelikalismus, der auf Separation von Kultur, Staat und Politik setzte, strebten die Führer des Neoevangelikalismus einen Dialog an. Ihr Motto lautete: Infiltration statt Separation. Ihr Ziel – durchaus gut gemeint – war es, Gesellschaft und Politik für die Botschaft des Evangeliums zu gewinnen.

Wer die Liste der Redner des Nationalen Gebetsfrühstücks studiert, kann sehr leicht erkennen, wie sehr das christlich-evangelikale Hauptanliegen im Laufe der Zeit einer interreligiösen Agenda geopfert wurde. Mutter Theresa war 1994 eine Sprecherin der Veranstaltung, der irische Popmusiker Paul David Hewson, besser bekannt unter dem Namen Bono, war 2006 einer der Redner, und im Jahre 2009 war der ehemalige britische Premier Tony Blair geladen. Letzterer war 2007 zum Katholizismus konvertiert und gründete im Mai 2008 die Tony Blair Faith Foundation, eine interreligiöse Stiftung, die es sich zum Ziel setzt, Frieden und Einheit zwischen allen Religionen zu schaffen. Tony Blair erläuterte: „Ich werde den Rest meines Lebens dafür widmen, die Religionen der Welt in eine Einheit zu führen. Der Glaube ist ein Teil unserer Zukunft… ein wesentlicher Teil, um die Globalisierung voranzutreiben.“3

Mit dem spanischen Premierminister Jose Luis Rodriguez Zapatero in diesem Jahr war ein weiterer Gast geladen, dem das biblische Evangelium Jesu Christi recht wenig am Herzen liegt; vielmehr reiht sich dieser Politiker in eine Folge von Persönlichkeiten ein, „die herausragende Vertreter verschiedener politischer, religiöser und kultureller Traditionen sind, aber sich besonders für den Dialog und die Integration stark machen.“4 Dies ist ganz im Geiste des US-amerikanischen Präsidenten Barack Obama, der bei seiner Amtseinführung sagte: „Wir sind eine Nation von Christen und Muslimen, Juden und Hindus – und nichtgläubiger Menschen.“5 Zum ersten Mal in der Geschichte der USA schloss ein Präsident der „christlichen“ Vereinigten Staaten bei seiner Rede zur Amtseinführung Atheisten in seine Rede mit ein.

Natürlich hat Barack Obama mit seiner Aussage recht, dass die USA eine Nation ist, die aus gläubigen Menschen unterschiedlicher Regionen sowie aus nichtgläubigen Menschen besteht, und natürlich sollen alle Menschen mit ihren jeweiligen Überzeugungen in Frieden zusammenleben und sich gegenseitig respektieren, ganz gleich welcher Religion sie angehören oder welche Überzeugungen sie vertreten. Doch hinter den wohlklingenden Worten von Harmonie und der Maske einer friedlichen Koexistenz verbirgt sich das hässliche Gesicht einer kommenden Christenverfolgung, die auf alle Christen abzielt, die exklusivistische Überzeugungen vertreten – die also glauben, dass Jesus der einzige Weg zum Heil ist. Barack Obama, Tony Blair und ihre Sinnesgenossen sind dagegen inklusivistisch, d.h., sie glauben, dass alle Religionen zu Gott führen und dass alle Menschen einmal mit Gott vereint sein werden.

Charakteristisch für alle Vertreter einer inklusivistischen Sicht ist, dass sie ganz selbstverständlich eine exklusivistische Sicht ablehnen. In keiner Organisation tritt eine feindselige Haltung gegenüber bibeltreuen Christen so offen zutage wie in der UN-Initiative unter dem Namen Allianz der Zivilisationen. „Die Allianz der Zivilisationen, engl. Alliance of Civilizations (AoC), ist eine UN-Initiative unter Ban Ki-Moon von Recep Tayyip Erdogan und Jose Luis Zapatero mit dem Ziel, gemeinsame Handlungsansätze über verschiedene Gesellschaften und Kulturen hinweg zu verschmelzen, um Extremismus zu bekämpfen und kulturelle, religiöse und soziale Barrieren zu überwinden, hauptsächlich zwischen der westlichen und der vorherrschend muslimischen Welt. Generalsekretär der Allianz der Zivilisationen ist seit April 2007Jorge Sampaio.“6

Ganz dem Zeitgeist folgend hat Jose Luis Zapatero und die von ihm mitgegründete Allianz der Zivilisationen sehr spezifische Vorstellungen, was sie unter der „Einheit aller Religionen“ verstehen. Wikipedia erläutert: „Mit der Allianz der Zivilisationen enthalten die Vereinten Nationen erstmals ein religiöses Element in dem Sinn als dass sie eine spirituelle Wertung vornehmen. Fundamentalistischem Christentum, Judentum und Islam steht die Allianz schriftlich erklärt feindselig gegenüber.“7 Zapatero, der immer wieder seinen Säkularismus betont und von einigen Kommentatoren gar als Atheist eingestuft wird, wies in seiner Rede beim Nationalen Gebetsfrühstück in den USA darauf hin, dass Spanien ein Vorbild für Toleranz und friedliche Koexistenz der drei Religionen Christentum, Judentum und Islam sei – er vergaß, die Gruppe der nichtgläubigen Menschen zu erwähnen.

Die Ziele der Allianz der Zivilisationen für die Jahre 2009 – 2011 lauten wie folgt: „… interkulturelle und interreligiöse Spaltungen, Spannungen und Konflikte, mit denen sich die Allianz auseinandersetzt, unterliegen einer Veränderung. Dieser Umsetzungsplan stellt eine Grundlage dar, diese Evolution in Betracht zu ziehen, sich auf neue Situationen einzustellen…“8 Das New Age lehrt, dass eine Evolution des Bewusstseins im Gang ist, die am Ende des Prozesses zu der Einheit aller Menschen mit Gott und dem Universum führt. Wer sich dieser Evolution in die Einheit widersetzt, wie etwa die bibeltreuen Christen, wer gegen die interreligiöse Agenda Widerstand leistet, wird keinen Anteil am „Neuen Wassermann-Zeitalter“ – am „New Age“ – haben und muss eliminiert werden, so die führenden Vertreter der New Age Bewegung. Aber auch wer heute noch glaubt, er könne eine in Sünde gefallene Welt mit ihrer ebenso verderbten Kultur, Politik und Wirtschaft reformieren oder infiltrieren, geht an der Wahrheit der Bibel vorbei, die deutlich von einem kommenden Gericht über eine gottlose Welt spricht.

Billy Graham war Mitgründer des Nationalen Gebetsfrühstücks und ein Protagonist des Neoevangelikalismus. Protagonist bedeutet Vorkämpfer und Hauptstreiter für eine Sache, und genau das wollte Billy Graham sein: ein Streiter für die neoevanglikale Sache. Dass heute aus dem ehemals christlichen Nationalen Gebetsfrühstück ein interreligiöses Treffen mit politischer Agenda geworden ist, hätte verhindert werden können, wenn man die mahnenden Worte der Heiligen Schrift beachtet hätte: Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig (siehe 1Kor 5,7). Der neoevangelikale Sauerteig der Infiltration hat den Teig des Nationalen Gebetsfrühstücks in den letzten Jahrzehnten gründlich durchsäuert; statt dass neoevangelikale Führer Politikern das Evangelium brachten, waren Politiker erfolgreich, dem Evangelium ihren interreligiösen Stempel aufzudrücken.

Vielleicht hatten die Fundamentalisten und Konservativen unter den Evangelikalen mit ihren Warnungen doch nicht ganz Unrecht, dass Separation und kompromisslose Verkündigung der Wahrheiten des Evangeliums besser und biblischer ist als Infiltration und Dialog. Und ist es nicht eine Tragödie, wenn die Protagonisten des Neoevangelikalismus von damals und deren Propagandisten von heute nicht mehr die Kraft finden, sich aus dieser unheiligen Allianz mit der Welt der Politik und der Finanzen zu lösen? Unaufhaltsam schreitet die interreligiöse Globalisierung fort und wird selbst aus den Reihen der Evangelikalen unterstützt, wie am Beispiel von Rick Warren deutlich wird.

Billy Graham rief nach eigenen Aussagen bei den ersten Treffen des Nationalen Gebetsfrühstücks in den fünfziger und sechziger Jahren seine Zuhörer dazu auf, eine „klare Entscheidung“ für Jesus Christus zu treffen. Heute ist Billy Graham aufgrund seiner Aussagen selbst unter Verdacht gestellt worden, ein Allversöhner zu sein. Er selbst meldete sich auf diese Anschuldigungen nicht zu Wort, ließ lediglich seinen Sprecher dementieren. Es bleibt ein fahler Beigeschmack, wenn ein Evangelist sich zu Äußerungen hinreißen lässt, die derartige Kontroversen hervorrufen.

Heute, am Anfang des zweiten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts, nach nahezu sechs Jahrzehnten seit dem Bestehen des Nationalen Gebetsfrühstücks zeichnet sich immer deutlicher ab, dass die Botschaft, alleine Jesus ist der Weg zum Vater und alleine die Heilige Schrift ist die Wahrheit des ein für allemal überlieferten christlichen Glaubens, in Zukunft – vielleicht schon in naher Zukunft – Angriffen ausgesetzt sein wird, wie es sich wahre Nachfolger Christi möglicherweise noch nicht vorzustellen vermögen. Daher ist heute eine „klare Entscheidung“ für Jesus Christus – das ist stets eine „klare Entscheidung“ für die Wahrheit des Evangeliums – mehr denn je gefordert inmitten all der Unklarheit und Verwirrung dieser Tage.

„Wenn aber diese Dinge anfangen zu geschehen, so blickt auf und hebt eure Häupter empor, weil eure Erlösung naht.“

Lukas 21,28

Anmerkungen

1 Billy Graham, So wie ich bin, Brunnen Verlag, 2001, S.219.

2 Ebd., S.220.

3 Dailymail.co.uk: Blair: I’ll dedicate the rest of my life to uniting the world’s religions. 29.5.2008.

4 Spanish Vida: Zapatero Opens the National Prayer Breakfast, 5. Februar 2010.

URL: http://www.spanishvida.com/2010/02/05/zapatero-opens-the-national-prayer-breakfast/.

5 Süddeutsche.de: Obamas Rede im Wortlaut, 20.1.2009.

URL: http://www.sueddeutsche.de/politik/713/455389/text/.

6 Wikipedia: Allianz der Zivilisationen.

URL: http://de.wikipedia.org/wiki/Allianz_der_Zivilisationen.

7 Ebd.

8 Alliance of Civilizations. Second Implementation Plan 2009 – 2011, Punkt 11, S.4.

URL: http://www.unaoc.org/images/090616_second%20aoc%20implementation%20plan%202009-2011.pdf.

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